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Schlagwörter von Fernweh: Kleipeda

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Reiseberichte markiert mit Kleipeda:

Polen Nationalpark Slowinski, Danzig, Masurische Seenplatte

26. Mai 2007 | de

2913km unterwegs mit Emma




Das Buch zur Reise:


Fernweh

Mit dem Motorrad um die Welt

196 Seiten im Taschenbuchformat mit 41 farbigen Abbildungen und 9 Karten.

Nachdem mein Visum endlich in Rostock ankam gings entgueltig los: Polen

Bisher hatte ich nicht viel mehr darueber gehoert, ausser dass da lauter Diebe und Raeubers wohnen die einem alles unterm Hintern wegklauen. Wir waren gespannt was wir dort erleben wuerden. Eins vorneweg: Wir sind inzwischen wohlbehalten in Litauen. Samt unserem rollenden Warenlager.

Polen hat eine wunderschoene Landschaft und Natur aufzuweisen. Auf kleinen Alleen-gesaeumten Straesschen naeherten wir uns dem Nationalpark Slowinski. Wir fanden ein Quartier auf dem Zeltplatz des kleinen Kuestenstaedchen Leba. Der Tag verging mit Wandern am Strand und in den Duenen des Parks.
Dann gings weiter nach Danzig oder Gdansk wie die Polen sagen. Die 500 000 Einwohner zaehlende Stadt ist eine moderne europaeische Metropole. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Relikte aus der Zeit des Kommunismus. Faehrt man mit der Strassenbahn durch die Gegend darf man sich nicht wundern, wenn ab und an der Schaffner aussteigt um die Weichen in die Richtige Richtung zu stellen. Die Doenerlaeden sind fest in der Hand der der Polen. Den Doener mit Alles ohne Scharf bekommt man von einer jungen huebschen Polin anstatt vom Memet. Die von der deutschen Wehrmacht komplett zerstoerte Innenstadt wurde wieder aufgebaut und erinnert stark an Amsterdam. Die Zugehoerigkeit zur Hanse ist unverkennbar. Fehlen nur noch die Krachten und Cofeshops ;-)

Nach diesem Kulturprogramm goennten wir uns einen Tag “Urlaub” an der masurischen Seenplatte. Nach ner wilden Fahrt ueber ein riesiges Weizenfeld fanden wir ein einsames Plaetzchen an nem See. Naja um ehrlich zu sein ganz so einsam waren wir doch nicht. Myraden von Schnaken fandens auch gar nicht so schlecht da. Von dort aus gings weiter Richtung Litauen. Doch davon das naechstemal.

Eine unendliche Geschichte oder wie der Patrick zu seinem Visum kam

Es ware einmal der kleine Patrick. Und der wollte eine Reise machen. Eine Weltreise. Und weil das zu Fuss ziemlich lange dauert hat er sich ueberlegt, dass ein Motorrad eine geschickte Sache ist. Deshalb hat er sich eins gekauft. Und zwar in der Schweiz. Weil er da ein sehr gutes gefunden hat. Das ist weiss und rot und heisst Emma.
Patrick hat sich ueberlegt, dass er auf seiner Reise erst einmal nach Osten faehrt. Weil nach Westen gehts nicht sehr weit. Da kommt naemlich ein Ozean, der Atlantik. Wenn man nach Osten faehrt kommt man in eine grosses Land. Das heisst Russland. Fuer Russland braucht man ein Visum. Das ist ein Papier wo draufsteht, dass man in das Land fahren darf. Das Visum bekommt man bei der Botschaft oder einer Visumagentur. Wenn man mit dem Motorrad dahin faehrt muss man denen sagen wie das Motorrad heisst. Und zwar nicht einfach Emma sondern die Nummer vom Nummernschild. Und das ist ziemlich bloed, denn nun wurde es sehr kompliziert: Die Emma brauchte eine deutsche Zulassung. Da sie jedoch urspruenglich fuer den amerikanischen Markt gebaut wurde musste Patrick erst einmal rausfinden was an den US BMWs anders ist: Emma hat andere Vergaser. Vergaser sind sehr wichtige und komplizierte Bauteile. Und leider auch sehr teure. Deshalb beschloss Patrick erst mal so zum TUEV zu gehen. Vielleicht wuerde es der TUEV Mann ja gar nicht merken. Davor braucht er noch verschiedenen Zettel von BMW damit der TUEV Mann auch wusste was die Emma fuer ein gutes Motorrad ist. Dann gings los. Nachts fuhr Patrick heimlich zum TUEV. Beim TUEV hat auch alles ganz gut geklappt. Bis der Mann die Emma anmachen wollte. Da wollte sie nicht. Also hat der Patrick den Jannick angerufen. Der ist mit dem Auto von der Oma Helga gekommen und hat mit nem grossen Kabel dann die Emma angemacht. Jetzt bekam die Emma ihren TUEV.

Als Patrick dann zur Zulassungsstelle ging meinten die es fehle noch ein Zettel vom Zoll. Da das Motorrad ja aus der Schweiz kam musste Patrick naemlich noch Zoll zahlen. Das ist aber gar nicht so einfach und auch gar nicht mal so billig. Patrick musst viel Hin und Hertelefonieren, rumfahren und viele Briefe schreiben. Dann hat er den Zollzettel gekriegt. Mit dem ging er mal wieder zur Zulassungsstelle. Aber die hatten noch ne neue Idee und wollten nochmal einen Zettel. Den vom Kraftfahrtbundesamt. Auf dem muss stehen, dass die Emma nicht geklaut ist.
Patrick hat in Arosa gewohnt. Er musste deshalb immer 4 Stunden nach Sindelfingen fahren um die Emma-Zettel zu organisieren. Manchmal hat ihm auch seine Oma geholfen. Die hat ein rotes Auto. Mit dem ist sie sogar durch den Hagelsturm gefahren und hat das Nummernschild von der Emma abgeholt.

Jetzt war Patrick froh. Er konnte seinen Visum Antrag wegschicken. Hat er jedenfalls gedacht. Aber man darf keinen Pass von der Schweiz nach Deutschland schicken. Die schweizer Behoerden sind naemlich genauso fleissig im tolle Gesetze machen wie die deutschen. Also hat er ihn zu seiner Mama geschickt, damit die nach Deutschland faehrt und ihn von dort wegschickt. Denn langsam wurde die Zeit fuer das Visum ziemlich knapp. Patrick wollte langsam losfahren. Der Brief kam aber nie bei seiner Mama an. Nach einer Woche war er dann wieder in Arosa. Die Schwester vom Patrick ist dann nach Deutschland gefahren und hat ihn da zur Post gebracht.

Die Sache mit dem Visum ist sehr kompliziert. Man darf namlich in Russland als Tourist nur 4 Wochen sein. Weil die Emma aber nicht so schnell fahren kann brauchte Patrick ein laengeres Visum. Das bekommen aber nur Geschaeftsleute. Deswegen ist der Patrick jetzt ein Geschaeftsleut. Er hat hat mit dem Mario ein Reisebuero. Man braucht aber auch noch eine Einladung einer russischen Firma. Die hat die Visumsorganissation besorgt. Das dauerte auch laenger wie geplant. Deshalb kam das Visum nach Rostock. Jetzt konnte die Reise fuer Trond, Mario Emma und Patrick losgehen.

Schlagwörter: Kleipeda Litauen
Karte: N 55° 70.634 E 21° 12.585

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