Du bist hier: Kompass > Reisepass von Fernweh > Schlagwörter von Fernweh: China
Schlagwörter von Fernweh: China
1 Logbuch | 18 Fotos | ReisepassReiseberichte markiert mit China:
Peking, Pingyao, Datong, Shanhaiguan
17. August 2004 | de
14006km unterwegs mit Emma
![]() | Das Buch zur Reise: Fernweh Mit dem Motorrad um die Welt 196 Seiten im Taschenbuchformat mit 41 farbigen Abbildungen und 9 Karten. |
Nun sind wir also in China. Alles ist wieder anders. Da sich meine Schwester die Mühe gemacht hat einiges zu schreiben kann ich ja selber n bissle faul sein:
Leonie (03.08.04): Grenze, Peking
Wir haben nach ziemlichem hin und her den Zug an die Grenze genommen. Es war ein eher unbequemer Zug und jeder fan unsere Plaetze so toll, dass wir bald keinen Platz mehr hatten. Der Patrick hat sich dann schnell in die Kofferablage gelegt und ich lag etwas eingequetscht auf Matiens Beinen, auf mir ein Kind und eine Oma, die erst ganz vorne sassen und dann beim schlafen immer schwerer wurden. Mario hat einige Schlafstellungen ausprobiert, was allerdings nicht so gut geklappt hat.
Dann waren wir kurz vor der Grenze. Matien verabschiedete sich richtung Bejing und wir sind erst mal in ein Cafe um zu ueberlegen, was wir als naechstes machen wollen. Naja, es war ein bissle kurzfristig und in Kuerze waren die meisten Busse und Taxis weg. Eigentlich wollten wir ja in die Gobi, aber nach dieser Nacht- den Kopf direkt an Kanistern mit Stutenmilch hatten wir eigentlich genug von der Mongolei und wollten mal wieder ein bisschen Zivilisation tanken.
Der Plan mit dem Taxi dem Bus hinterherzufahren hat geklappt. Wie Huehner auf der Stange sassen wir in einem Miniminimini Jeep und der Fahrer, der wahrscheinlich das erste mal in einem Auto sass versuchte im ersten Gang jedes Loch der Strasse zu erwischen. An der Grenze wurden wir wie Fuersten an allen vorbeigeschleust und konnten dann in einen Schlafbus umsteigen. So fanden wir Matien auch wieder, der ein ziemlich bloedes Gesicht machte. Kaum hatten wir uns bequem niedergelassen kam schon die diskrete Frage
“Do you mind to put on some socks?”
Mario:” Why?”
“Because theres some kind of smelly”
Eigentlich nur peinlich, aber wir haben so einen Lachkrampf bekommen, der die ganze Nacht angehalten hat. Wir waren wirklich dreckig und es war ecklig aber irgendwie auch einfach nur lustig. Diese Nacht in diesem etwas speziellen Bus war recht holprig, mal heiss mal kalt und aufgrund Petzes Gabe sich auszubreiten lag ich alsbald mehr auf als neben Mario.
Tja und dann kamen wir in Beijing an und es ist ein richtig tolles Gefuehl in China zu sein. Es ist alles viel sauberer und gepflegter und die Leute sind viel effizienter. Viel besser englisch koennen sie allerdings auch nicht und man muss dem Taxifahrer immer noch sagen welche Strasse er entlang fahren soll (was bei der Groesse der Stadt ziemlich schwierig ist).
Tja, nach einer ewigen Suche nach einem Internetcafe haben wir Mario verabschiedet- er ist nach Shanghai um Anna zu treffen und wir freuen uns jetzt auf eine leckere Pekingente und danach schauen wir uns The Bourne Identity 2 an- ja, wir haben es tatsaechlich gefunden!
Leonie (10.08.04): Mauer, Pingyao
also diese Chinesische Mauer ist haerter als jedes Stepaerobic-Programm! Wir sind 10 km im schwuelheissen Klima treppauf- treppab die Berge hoch und runter geschwitzt. Und die Chinesen haben nicht mal irgendwelche vertraeglichen Masse fuer ihre Stufen genommen- ne, da gibt es 6 cm hohe Stuefchen und dann wieder 40 cm hohe Riesenstufen. Um es ein bisschen Schwieriger zu machen haben sie manchmal auch ein paar Stufen ausgelassen. Das Ergebniss: fuer 10 km 4 Stunden Schwitzen, immer verfolgt von Haendlern, welche einem ueberteuertes Wasser, T-shirts und Postkarten verkaufen wollten.
Da haben wir uns doch den Zug gelobt, welcher uns in der guenstigsten Klasse neue “Freunde” gebracht hat. Alle, die selber keine Platzkarte hatten sind gerne sehr eng und nah gekommen und der Traum von einem eigenen Sitzplatz war schnell ausgetrauemt. Dafuer hat man in Tuchfuehlung interessante Gespraeche gefuehrt, in denen es nur um “wieviel” ging. Wieviel Geld verdient man, wieviel Stunden studiert man in Deutschland und auf jede Gegenfrage von uns die gleiche Antwort: in Deutschland ist jeder Reich und hier jeder Arm: darum kann ein junger Mensch in China sich nicht vergnuegen, sich keine Freundin leisten und muss taeglich 10- 13 Stunden lernen… Naja, die Argumente haben uns nicht ganz ueberzeugt, aber dafuer konnten wir den ernsten jungen Chinesen versprechen, dass das Reisen eine Erahrung ist, die ihnen in der Zukunft wertvoll sein wird. Das ist naemlich das allerwichtigste: care about the future…. Ein bisschen anstrengend die Einstellung, aber wer kann beurteilen, welches die “richtige” Einstellung ist.
Jetzt hangen wir in Pingyao rum- einer an sich extrem herzigen Stadt, die aber ungluecklichweise von Tourisa ueberlaufen ist. Die Leute haben sich dem angepasst und sparen nicht mit Wucherpreisen… dafuer ist die Architektur der uralten Haeuser sehr interessant und ich bin immer noch dabei, hinter die Gehimnisse der Strukturen zu kommen.
Datong, Shanhaiguan
... soweit meine Schwester. Wir sind dann weiter nach Datong gefahren wo wir die Buddah Hoehlen angeguckt haben. Ist so ne richtige Sehenswuerdigkeit mit Weltkulturerbe Plakete von der Unesco.
Mindestens genauso spannend war jedoch auch die Erfahrung eine chinesische Disco zu besuchen:
Nachdem man an all den Sicherheitsleuten vorbei war kam man in eine grosse Halle mit lauter Lichtern wie man das so von ner Disco kennt. Anstatt ner Tanzflaeche stehen jedoch lauter Stuehle rum. Vorn ist eine Buehne auf der die Tanzeinlagen, Tombolas und Spiele statfinden. Das ganze wird von einem ohrenbetauebenden Laerm begleitet (Die Chinesen lieben naemlich Krach ueber alles so scheint es). Unser Mitreisender hat sich dann auch gleich mal unbedarf gemeldet. Es ist ihm eine Chinesin auf den Ruecken gehopft und er durfte als Streitross gegen ein anderes Paar antreten. Ein Kopf groesser wie sein Gegner hatte er es allein aufgrund seiner Koerpergroessse nicht schwer die anderen niederzuringen. Als Preis gabs einen riesigen kitschigen Hund. Tanzen kann man jedoch in der Disco nicht.
Inzwischen sind wir in Shanhaiguan am Pazifik. Hier endet die grosse Mauer. Morgen gehts zurueck nach Peking und von dort aus ueber die Mongolei zurueck nach Russland.
Schlagwörter:
Shanhaiguan
China
Karte:
N 40° 00.579
E 119° 7.530
Zum Logbuch | Autor: Fernweh
Reisefotos markiert mit China:
1 2 Zum Foto | Fotograf: FernwehZum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
Zum Foto | Fotograf: Fernweh
1 2




