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Schlagwörter von Fernweh: Buenos Aires
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Pechsträne - Von Igazu zurück nach Buenos Aires
16. Mai 2005 | de
32249km unterwegs mit Emma
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Manchmal hat man Pech. Manchmal mehr, manchmal weniger. Aber manchmal auch viel. Das ist dann ne Pechsstraene. Auf so eine stiessen wir nach der Rueckkehr von den Wasserfaellen. Es fing davon an, dass tausende von Ameisen unser Zelt bevoelkerten. Dieses stand dummerweise unter einem Baum von welchem klebriges Zeug tropfte. Den Ameisen schmeckte es.
Ich begann mich ueber Emmas Vorderreifen zu wundern. Sein Profil schwand von Tag zu Tag dahin. Klar, es sind Cross Reifen aber trotzdem war es verwunderlich, dass der Vorderreifen sich schneller abfuhr als der Hinterreifen. Vor allem angesichts des ganzen Gewichts hinten. Aber naja.
Ema hatte einen Oelwechsel noetig. Dabei fasste ich zuaelligerweise mal die Bremsscheibe an. Sie war heiss! Die Bremsbelaege komplett abgefahren… Hm das konnte nur bedeuten, dass Emma staendig bremste. Ich tauschte erstmal die Bremsbelaege gegen neue aus. Das verschlimmerte das Problem nur noch. Ich wandte alle moeglichen und unmoeglichen Tricks an: Keine Besserung. Hm, es es ist keine gute Idee so weiterzufahren und alle 2000 km Vorderreifen und Bremsbelaege zu wechseln. Also auf zur Werkstatt.
Igazu ist ein kleines Kaff. Ich fragte mich nach der hiesigen Motorradwerkstatt durch. Diese entpuppte sich als gemeine Feld, Wald und Wiesenwerkstatt. Eine groessere Garage, ein paar Schrauber die Mate trinken. Ueberall standen mehr oder weniger demontierte Motorraeder rum. Mit Haenden und Fuessen erklaerte ich ihnen was von ihnen wollte. Ihre Diagnose: Die Bremsscheibe ist kaputt. Da solche dort nicht gerade haeuftig sind ist die Frage: was tun? Der Meisterschrauber hat einen Kollegen mit einer Drehmaschine. Er mache den lieben langen Tag nichts anderes als Bremsscheiben abdrehen. Also holpern wir auf nem halb demontierten Moped Richtung Bremsscheibenabdreher. In meiner Linken hielt ich die Bremsscheibe in der Rechten klammerte ich mich ans Moped. Dazu versuchte ich natuerlich ein recht ernstes Gesicht aufzusetzen. Als ob ich jeden Tag so durch die Gegend eiern wuerde …
Bei seinem Kumpel angekommen fanden wir tatsaechlich eine Drehmaschine vor. Offensichtlich macht er so etwas oefters. Es lagen mehrere Bremsscheiben herum. Nach eingehender Diskussion von der ich so gut wie nichts verstand machte sich dann der Meister ans Werk. Etwas spaeter und 20 Pesos aermer bauten wir die Bremsscheibe wieder ein. Ergebnis: Unveraendert. Die Bremse bremste immer noch. Permanent. Ich entschloss mich 300 km weiter suedlich zu fahren. Dort war die naechste groessere Stadt: Posadas. Dort wuerde uns hoffentlich jemand helfen koennen.
Wir kamen am Abend in Posadas an. Wir suchten uns etwas ausserhalb der Stadt ein nettes Plaetzchen zum Uebernachten. Es dauert ja jeden Abend immer eine Weile bis das Zelt steht, die Isomaten aufgeblasen und die Koffer ausgepackt sind. Ehrlich gesagt ist das auch immer etwas laestig. So bin ich immer froh wenn dies alles erledigt ist. So auch an diesem Abend. Als wir uns jedoch gerade haeusslich niedergelassen hatten kam der Besitzer vorbei. Er meinte wir koennten hier nicht uebernachten. Ich konnte leider nicht den Grund dafuer herausfinden. Also haben wir halt alles wieder abgebaut und wieder aufgeladen. Der Besitzer war jedoch sehr nett und hat uns ne andere Weide gezeigt wo wir uebernachten durften.
In Posadas fragten wir uns von einer Werkstatt zur anderen durch bis wir jemand fanden der sich der defekten Bremsscheibe annahm: Todi. Todi ist Argentinier oesterreichischer Abstammung und hat eine kleine Mopedwerkstatt. Er hat auch einen Freund der Bremsscheiben reparieren kann. Bei diesem waren wir dann auch. 20 Pesos spaeter hatte ich eine komplett kaputte Bremsscheibe. Sie war nun verschieden dick. Der Bremshebel pulsierte wie bei einem verrueckt gewordenen ABS. Der Bremsweg verlaengerte sich dementsprechend. Wir riefen bei der argentinischen BMW Vertretung an. Sie verlangen fuer eine neue Bremsscheibe 500 Euro (in Deutschland 260) und brauchen zum Liefern mindestens 25 Tage. Todi hatte die Idee eine neue zu bauen. Ich hatte inzwischen jedoch die Schnauze voll und beschloss zurueck nach Buenos Aires zu fahren. Kein ungefaehrliches Unterfangen. 1000 km ohne funktionierende Vorderradbremse. Todi lud uns zum Uebernachten ein. Wir hatten mal wieder ein ueppiges Asado und jede Menge Bier um den Aerger runterzuspuelen.
Kaum war Emma am naechsten Tag bepackt und abfahrtbereit fing wieder der Regen an. Er sollte uns eine ganze Weile begleiten. Es blitzte und donnerte dazu staendig. Es ist ein recht eingentuemliches Gefuehl so durch die Gegend zu fahren. Wir wurden wieder komplett durchnaesst. Doch nicht nur uns machte der Regen zu schaffen. Emma hatte Zuendaussetzer die sich immer mehr verschlimmerten. Es schien am Zuendkabel zu liegen.
Ab und an muss Emma aufgetankt werden. Wir bogen in die naechste Tankstelle ein und rollten Richtung Zapfsaeule. Auf einmal ein unangenehmes Geraeusch am Hinterrad. Ich vermutete zuerst, dass sich Dreck zwischen Schwinge und Rad festgesetzt hatte. Nachdem ich unter Emma gekrabbelt war um der Ursache des Geraeusches auf die Schliche zu kommen stellte ich jedoch fest, dass eine Speiche das Zeitliche gesegnet hatte. Sie war gebrochen. Das andere Ende war in die Trommelbremse gefallen und hatte seine Spuren hinterlassen. Ein Speichenbruch ist was unanenehmes. Denn fehlt eine Speiche so ist die Belastung der Nachbarspeichen um so groesser. Aus einer gebrochenen Speiche koennen dann schnell mehrere werden. Und dann ist Schluss mit lustig. Wir fuhren weiter und hofften das Beste!
Wir kamen wieder in die Gegend des korrupten Polizeipostens. Und tatsaechlich stoppte uns auch derselbe Polizist wieder. Er schaute mir in die Augen, dann auf das Nummernschild, dachte nach und fragte dann ob ich Deutscher waere. Offensichtlich erinnerte er sich an unsere letzte Begegnung. Er hatte keine weiteren Fragen. Wir durften weiterfahren.
Die Emma lief immer schlechter. Sie lief nun auch im Trockenen bei niedrigen Drehzahlen nur auf einem Zylinder. Die Leute schauten immer interessiert wenn ich den Motor immer wieder abwuergte und dann mit heulendem Motor davonschlich. Ich hoffte sie schaffe es bis Buenos Aires.
Wieder eine Polizeikontrolle. Sie wollten erst meine Versicherung sehen, dann wieder den Feuerloescher. Inzwischen hatte ich das Spiel durchschaut und spielte eifrig mit. Wild gestikulierend bemuehte ich mich den Polizisten zu verstehen. Leider komplett erfolglos:
Fuego? Sii, siii, pero por cigarillo no por moto. No Moto machen kaputt. Pero no se. English? No Yo Aleman No hablas Aleman? No fuego…Argentina es muy bien.
Es war schwer sich das Lachen zu verkneifen. Das diese Touristen aber auch immer so dumm sein muessen. Offensichtlich war es nicht moeglich mir zu vermitteln, das ich einen Feuerloescher mitzufuehren hatte. Also stellte er mir einfach mal so einen Strafzettel aus. 90 Pesos (ca. 25 Euro). Ich koenne entweder 90 Pesos oder aber auch wahlweise 90 US$ zahlen. Wollte ich aber nicht. Und so hab ich mal wieder einen auf zwar freundliche aber komplett dummen Touristen gemacht. Das Geheimniss heisst Zeit. Man muss einfach viel mehr Zeit haben wie die Polizisten. Erst mal was im Tankrucksack nachschauen, eine Rauchen dann den Oelstand kontrollieren, wieder ein paar Minuten ein dummes Gesicht machen und in den Himmel schauen, die Karte studieren, den Schuh ausziehen und ein Steinchen rausholen, ein paar Sachen auf der Karte nachschauen, Essen auspacken und ein ordentliches Vesper zubereiten, aufs Klo gehen… Ich habe Zeit.
Die Pesos blieben in meiner Tasche aber mit einer Erfahrung reicher gings weiter. Es tut gut nach den ganzen Missgeschicken lauthals in den Helm zu lachen.
Es wurde langsam dunkel. Zeit fuer einen Zeltplatz. Doch das ist meistens gar nicht so einfach da entlang den Strassen die Farmen beginnen. Und diese sind eingezaeunt. Diesmal hatten wir jedoch auf Anhieb Glueck: Schon beim ersten Versuch fanden wir einen perfekten Zeltplatz: Hinter einem kleinen Waeldchen war eine Wiese ohne Steine und ohne Matsch. Das Waeldchen lieferte Feuerholz soviel man wollte. So brutzelten bald die Wuerstchen auf dem Grill. Darueber funkelten 1000 Sterne am Himmel. Die Pechstraene schien ueberstanden.
Denkste. 5 Minuten spaeter kam der Bauer mit seinem Traktor angefahren. Er meinte man koenne da nicht Zelten (mangels Spanisch konnte ich leider den Grund nicht erfahren). Er war jedoch sehr nett und wir konnten auf der anderen Strassenseite neben seinem Lagerschuppen uebernachten. Also bauten wir alles wieder ab- und auf. Ich hatte bisher immer Glueck beim Wildcampen. Nie wollte jemand was von mir. Nicht mal auf dem Friedhof in Korea. Und nun schon zum zweiten mal innerhalb von drei Tagen.
Am naechsten Morgen gings weiter. Kaum waren wir losgefahren erwarteten uns schon meine Freunde von der Polizei. Ich sei zu schnell gefahren. Da waere eine Geschwindigkeitskonrolle vor 5 Kilometern gewesen. Hm, erstens sind wir noch keine 2km gefahren und zweitens schlichen wir mit 70 maximal 80 km/h durch die Gegend. Meine Laune ist morgens nicht die beste. Polizisten die versuchen mich zu verarschen steigert sie nicht gerade. Wir konnten weiterfahren.
10 Minuten spaeter eine erneute Polizeikontrolle. Mein Fuehrerschein sei abgelaufen. Der Polizeibeamte deutete ganz aufgeregt auf das Ausstellungsdatum. Langsam fing die Polizei an zu nerven
Wir kamen wohlbehalten in Buenos Aires an. Dort wohnen wir seid drei Wochen in der Juhe. Das gute daran ist, dass wir einen kostenlosen Internetanschluss haben. Ich bin fleissig am Programmieren. So kann ich wenigstens das Loch in der Reisekasse etwas aufbessern.
Die Ersatzteile sind auf dem Weg und sollten in den naechsten Tagen hier eintreffen. Hoffentlich. Wie es dann weitergeht weiss ich noch nicht genau. Bolivien ist jedoch immer noch das Ziel. Ich hoffe es klappt diesmal.
Schlagwörter:
Buenos Aires
Argentinien
Karte:
S 34° 63.320
W 58° 40.332
Zum Logbuch | Autor: Fernweh
Ein Jahr unterwegs - 365 spannende Tage
18. Mai 2005 | de
32249km unterwegs mit Emma
![]() | Das Buch zur Reise: Fernweh Mit dem Motorrad um die Welt 196 Seiten im Taschenbuchformat mit 41 farbigen Abbildungen und 9 Karten. |
Gestern war der 17.Mai 2005.
Der 17.Mai 2004 war ein schoenen Fruehlingstag. Jedenfalls in Sindelfingen. An diesem 17. Mai packte ich meinen letzten Krempel zusammen und startete ins Ungewisse. Mario wartete schon bei seinem Onkel in Berlin auf mich.
Viel ist inzwischen geschehen.
Gestern hatten wir eine lustige kleine Feier mit ein paar anderen (Motorrad)Reisenden.
Ich hab mal ein bissle gerechnet und ne Statistik gemacht:
Waehrend dem Jahr habe ich
32.249 km auf Emma
24.146 km mit dem Flugzeug
900 km mit dem Schiff und
12.470 km mit Bus und Bahn zurueckgelegt.
Schaun mer mal wieviele es noch werden. ;-)
Heute kamen endlich meine Ersatzteile an :-) Ich hoffe nun, dass wir Ende der Woche wieder durchstarten koennen. Nachstes Ziel ist Bolivien. Dort moechte ich den Salzsee anschauen. Die politische Lage ist im Moment jedoch etwas instabil. Daher werden wir flexibel bleiben und bei einer Verschlechterung Boliven umfahren und stattdessen den Norden Chiles und Peru erkunden.
Schlagwörter:
Buenos Aires
Argentinien
Karte:
S 34° 63.320
W 58° 40.332
Zum Logbuch | Autor: Fernweh
Rückzug - Getriebeschaden, Rücktransport
28. Juli 2005 | de
37262km unterwegs mit Emma
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Es musste eine Entscheidung getroffen werden. Nicht nur das Getriebe war kaputt auch sonst stand es um Emma nicht zum Besten. Der Anlasser ging nicht mehr. Der Seitenständer war komplett verbogen und nicht mehr zu gebrauchen, der Hauptständer gab langsam seinen Geist auf. Nur unter großer Anstrengung lies Emma sich auf denselben hieven. Es wurde Zeit für eine Generalüberholung.
Doch wo? Mein Geld ging langsam zur Neige. Der ursprüngliche Plan war Emma in La Paz, Bolivien stehen zulassen und vorübergehend heim zufliegen um den Geldbeutel wieder aufzufüllen. Das ging nun nicht mehr. Die nächsten in Frage kommenden Hauptstädte waren Santiago, Buenos Aires oder Lima. Ich entschied mich für Buenos Aires. Dort kannte ich Javier der mir versprach zu helfen. Außerdem hatte ich dort die Möglichkeit das Motorrad für acht Monate stehen zulassen. Doch noch waren wir in Chile. Ich hoffte Emma würde es bis über die Grenze schaffen. Wir nahmen den Jama Pass wieder unter die Räder. Diesmal zum Glück mit Rückenwind. Die Strasse schraubte sich in weiten Bögen in die Höhe was mir sehr entgegen kam. Ich weiß nicht wie ich sonst die Serpentinen nur mit dem ersten und vierten Gang gemeistert hätte. Die Zollprozeduren dauerten diesmal recht lange, so dass wir erst spät abends Susques erreichten. Wir waren total durchgefroren. Am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass die Dichtung der Getriebeausgangswelle den Geist aufgegeben hatte. Das Getriebeöl verteilte sich munter über Emmas hintere Hälfte. Wir hatten keine große Wahl. In Susques war kein Ersatz aufzutreiben. Also fuhren wir vorsichtig weiter nach Jujuy.
Nach den Salzseen überquert die Strasse einen Gebirgszug. In Serpentinen führt die Strasse den Berg hinauf. Ich quälte Emma im Vierten hinauf. Nur nicht zu langsam werden. A la Schuhmacher eierten wir auf der Idealllinie um die Kurven. Die Kupplung rauchte. Hinter der letzten Kuppe fiel das Straesschen in tausenden von Serpentinen in ein wunderschönes Tal. Unterschiedliche Mineralien färbten das Gestein. Es gab gelbe, rote, grüne und fast schwarze Berghänge. Der Reiseführer nannte es den siebenfarbenen Berg. Um das Getriebe zu schonen glitten wir ohne Motor im Leerlauf hinab. Wir rollten 35 km weit. Dann war es nicht mehr weit bis Jujuy. Dort gönnten wir Emma neues Getriebeöl und uns Hamburger. In Salta hatte ich einen Bekannten. Frank war zwei Jahre lang mit dem Motorrad durch Südamerika gefahren. Dort hat es ihm anscheinend gut gefallen. Er ist nun schon seit sechs Jahren hier, hat geheiratet und seine eigene Firma aufgemacht. Er organisiert Motorradtouren. Als ich das letzte mal in Salta war sprach er mich auf der Strasse an, drückte mir seine Visitenkarte in die Hand und meinte falls ich Hilfe brauche solle ich mich bei ihm melden. Nun war der Moment gekommen. Es war keine gute Idee mit Emma weiter zu fahren.
Frank half das Motorrad nach Buenos Aires zu schicken. Wir fuhren mit dem Bus hinterher. Lange 24 Stunden. Hinter uns sass eine Mama mit ihrem Kleinkind. Dem gefiel es im Bus wohl auch nicht. Jedenfalls fing es lauthals zu protestieren an. Es schrie sich die Seele aus dem Leib. Nach einer Weile hatte es wahrscheinlich schon längst vergessen warum es eigentlich schrie. Es steigerte sich immer mehr rein. Das Köpfchen war ganz rot vor Anstrengung. Irgendwann schlief es zum Glück erschöpft ein. Schlaf ist ja bekanntlich eine Domäne des Parasympathikus, ebenfalls zuständig für die Ankurbelung des Verdauungsapparates. Jedenfalls zog alsbald eine strenge Duftnote durch den Bus. Nach einer halben Ewigkeit hatte die Mama ein Einsehen und wechselte die Windeln. Dafür begann nun eines der für mich am schlimmsten ertragbaren Geräusche: Schnarchen. Noch schlimmer als Schnarchen ist unregelmäßiges Schnarchen. Man wartet unwillkürlich immer auf den nächsten Atemzug. Meine Ohrenstöpsel retteten die Nacht.
In Buenos Aires brachte ich Emma zu Javier. Emma war recht ungezogen. Sie wollte sich partout nicht ins Getriebe schauen lassen. Das Getriebe ging nicht auf. Nichts half. Weder gutes Zureden, heiß machen noch rohe Gewalt. Javier musste tief in seine Trickkiste greifen bis er nach fünf Tagen ihren Wiederstand brechen konnte. Es stellte sich heraus, dass ein Kugellager den Geist aufgegeben hatte. Wohl ein typisches Problem. Während Emmas Einzelteile in Javiers Laden auf ihre Überholung warteten fuhren Sherrie und ich nach Azul in die Posta del viajero en moto. Es war wie nach Hause kommen. Jorge begrüsste uns unüberschwänglich. Zum Tag der Freundschaft organisierte er ein großes Asado. Für uns ein schöner Abschied aus Argentinien. Fünf Tage später sass ich schon im Flieger nach Deutschland.
Schlagwörter:
Argentinien Buenos Aires R100GS BMW
Buenos Aires
Argentinien
Karte:
S 34° 60.608
W 58° 38.958
Zum Logbuch | Autor: Fernweh
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