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Schlagwörter von Fernweh: Brücke bei Pamukkale
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Dollar, Schrotflinte, Blut, schlaflose Nacht
07. August 2008 | de
... und doch ein gutes Ende. Aber der Reihe nach:
Es war mal wieder heiß, sehr heiß, deshalb suchten wir ein schattiges Plätzchen wo Sherrie ihren drohenden Hitzekollaps abwenden konnte. An einer Brücke unter ein paar Bäumen freundeten wir uns mit ein paar Türken an:
Ich fuhr los um ein nettes Plätzchen zum Zelten zu suchen, und fand es auch in den Hügeln über der Brücke:

Nachdem wir uns dort häuslich niedergelassen hatten erschien plötzlich unser Freund von der Brücke. Er spricht kein Englisch und wir leider kein Türkisch. Dennoch fanden wir heraus, dass er es keine gute Idee fand dort zu zelten. Und erzählte uns von wilden Wildschweinen, Schlangen und Skorpionen. Er wollte uns zu einem besseren, sicheren Platz bringen. Das war wie es sich herausstellte DIE BRÜCKE. Das hiess wir hatten unser nettes Plätzchen in den Bergen gegen einen Platz an einer Brücke neben der Strasse eingetauscht?! Er lies uns nimmer gehen und schickte seinen Kompanion Bier und Essen kaufen. Wir hatten ein Nachtmal an der Brücke bei Sonnenuntergang:


Wie es sich herausstellte war unser Freund und Beschützer der Wachmann für diese Brücke. Für was er eine kleine unscheinbare Brücke im Hinterland der Türkei bewachte war uns etwas schleierhaft. Die Brücke führte über einen Bewässerungskanal und endete in einem Maisfeld. Jeddenfalls hatte er zu ihrem Schutz eine große Schrotflinte im Kofferraum. Auch die Dollarnoten in seinem Geldbeutel passten nicht so recht ins Bild. Er erzählte uns, dass er eine Disco in Pamukkale besitzt. Wir sassen zusammen auf der Brücke, tranken ein Bier und hörten Technomusik.
Dann verabschiedeten wir uns recht bald. Wir waren ziemlich müde und wollten nur noch schlafen. Es sollte jedoch eine leider eine schlaflose Nacht werden.
Zuerst liess uns die Hitze nicht schlafen. Als es etwas kühler wurde kamen die Schnaken. Hunderte. Unser Zelt hat leider ein Loch, so dass sie lustig ein und ausfliegen konnten. Um ca. 2 Uhr nachts startete ich einen Gegenangriff und verstopfte das Loch und brachte alle Schnaken im Zelt um die Ecke. Bestimmt 30 von ihnen mussten drann glauben. Ihre Bluspuren, genaugenommen sind es ja unsere Blutspuren, zieren nun unser Innenzelt.
Die ganze Nacht kamen und gingen Leute. Sie kamen im Traktor, Moped, Auto und per Fuß zur Brücke. Dort bieben sie eine Weile und dann gingen sie wieder. Um ca. 5:00 weckte uns dann der Ruf des Muhezin vollends aus unserem Dämmerschlaf.
Unser Freund war auch gleich zur Ort uns Stelle und schaute zu wie wir unsere Siebensachen zusammen packten. Dann lud er uns zum Frühstück ein. Wir fuhren zu seinem Haus, dort holte er die ganze Familie aus den Federn. Wir frühstücken zusammen, guckten Hasen an und fuhren eine Runde Motorrad:


Wir wurden sogar eingeladen bei ihnen zu übernachten. Wir hatten jedoch schon im Pamukkale ein Zimmer reserviert um dort Sherries Geburtstag zu feiern.
Die Moral von der Geschicht? Ich weiss es nicht. Jedenfalls war unser Freund sehr hilfsbereit und gasftreundlich.
Schlagwörter:
Brücke bei Pamukkale
Türkei
Karte:
N 37° 99.207
E 29° 04.942
Erstellt am: 09. August 2008
Zum Logbuch | Autor: Fernweh



