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Auf nach Flåms!

16. August 2003 | de

Myrdal liegt auf ca. 800 Meter über Meeresspiegel. Der Touristenort Flåm direkt an einem Fjord, d.h. auf Meeresspiegel. Es gab die Möglichkeit mit dem Zug runterzufahren oder zu laufen. Viele der Besucher des Flåmtals haben sich ein Fahrrad gemietet, um mit diesem nach unten zu fahren, was aber für uns mit unseren schweren Rucksäcken nicht in frage kam.
Also beschlossen wir, einfach mal loszumarschieren in Richtung Tal. Das wären 21 Kilometer, und 800 Höhenmeter. Wir wollten einfach mal schauen wie weit wir kommen. Durch das Jedermannsrecht in Norwegen haben wir ja die Möglichkeit, auch irgendwo unterwegs das Zelt aufzuschlagen und dann am nächsten Tag weiterzulaufen.

Die Tour beginnt

Wir liefen munter drauf los. Es ging am Anfgang etwas steiler bergab, auf einem befestigten Schotterweg, der sich hinunterschlängelte und immer wieder Wasserfälle und neue Taleinblicke freigab. Eine imposante Naturkulisse erwartete uns hier und machte die schweren Rucksäcke vergessen. Immer wieder überholten uns Leute mit Fahrrädern, wir fragen uns heute immernoch warum man da mit einem Fahrrad runter fahren muss. Nachdem wir ordentlich Höhenmeter hinter uns gebracht haben wurde der Weg zu einer Straße und wir konnten auf dieser gemütlich an dem von den vielen Wasserfällen gewachsenen Fluss entlang wandern. inzwischen ließ sich auch ein wenig die Sonne blicken und zauberte hier und da einen kleinen Regenbogen auf die Wasserfälle.
Auto fuhren hier keine, und da die Fahrradtouristen schnell an uns vorbei waren hatten wir unsere Ruhe und konnten unsere dritte große Wanderung genießen.

Norwegisches Biwak mit Elchkontakt

Also wir nach unserer Schätzung die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, und es so langsam dämmerte, haben wir aussschau nach einem geeigneten Zeltplatz gehalten und diesen Auch gefunden. Direkt am Wasser. Während Dirk das Zelt aufstellte, haben Gerd und ich es uns nicht nehmen lassen, in den Gebirgsbach zu springen. Das Wasser was eiskalt aber es wusch allen Schweiß der Wanderung weg und kühlte die strapazierten Füße.
Zelt aufgestellt und wir waren gerade am Essen vorbeireiten, und Dirk am Feuer machen, als eine Gruppe Radfahrer bei uns Halt machte. Das Areal auf dem wir zelteten war größer, wir hatten es zuvor inspiziert. Die Radler steigen alle ab kamen zu uns auf das Plateau und fingen an Feuer zu machen und deren Zelte zufzubauen. Die hatten Tipis dabei. Für uns gab es erstmal Abendessen, wir saßen direkt am Wasser und ließen es uns schmecken. Ab und zu schauten wir, was die Norweger trieben. Dirk hatte es leider nicht feritg gebracht, ein Feuer zu machen. Das Holz war zu feucht und Anzünder hatten wir keine dabei.
Gegen später tauchte plötzlich ein Norweger auf, grüßte uns und gab uns einen Anzünder, so dass wir uns auch ein Feuer machen konnten. Er war sehr freundlich. Er lud uns ein zu einem Stück Elchfleisch, den er selber geschossen und eingelegt hatte. War wirklich sehr lecker. Es war eine Gruppe von Bürohengsten, die einen Betriebsausflug machten und jedes Jahr hier ins Tal kommen. Wir wurden dann noch an deren Feuer eingeladen. Viele waren aber schon schlafen gegangen und wir mussten ja a,m nächsten Tag auch die Schuhe schnüren. So sind wir schnell ins Bett gegnagen und sind mit dem plätschernden und rauschenden Wasser des Baches schnell eingeschlafen.

Tags: Flåmtal Tour und Biwak norwegen flåm Zelt Fluss Jedermannsrecht Wildniss
Map: N 60° 83.018 E 7° 121.629

To logbook | Author: Andi

Von der Ruhe in das Touristenchaos

17. August 2003 | de

Wir schliefen alle wie Steine. Das lag wohl an der Wassernähe. Als wir aus dem Zelt krochen war es sehr ruhig um uns. Die Norweger waren weiter gezogen. Nebel hing im Tal, es war frisch, aer windstill und die Luft herrlich klar. Nach einem kleinen Frühstück packten wir das Zelt zusammen, schulterten dir Rucksäcke und weiter ging die Wanderschaft in Richtung Flåm.

Das Ziel wurde greifbar

Nach einer Weile wurden die Bäume wieder Höher, der Bewuchs noch saftiger und vielfältiger und dann sahen wir auch die Flåmsbanan. Die steilste Normalspurbahn der Welt schoss an uns vorbei Richtung Myrdal. Frohen Mutes sind wir weiter gelaufen und schon kamen auch die ersten Ansiedlungen von Menschen. Also wir dann ein Schiffshorn hörten, wussten wir dass wir nicht mehr allzuweit vom Ziel entfernt waren. Bis wir es dann schließlich sehen konnten: Ein rießiges Kreuzfahrtschiff ummitten von Bergen. Zumindest denke man, man befindet sich in den Bergen. Komisch ist das. Angekommen in Flåms direkt sind wir zum Bahnhof der Bahn gelaufen. Und hier war das Touristendesaster perfekt: Massen an Menschen. Wo man hinschaut. Das kommt einem vor wie im flaschen Film. Den gestigen Tag und den heuteigen morgen in Einsamkeit und purer Natur verbracht und jetzt sind überall wild umher fotografierende Japaner. Egal, wir haben auch ein typsicehs Touristenfoto dort gemacht, haben einen kurzen Blick in das Flåmsbahnmuseum geworfen, uns eine Kleinigkeit zu Essen gegönnt als wir auf die Flåmsbahn warteten und haben dann schließlich auch unsere Plätze eingenommen.

Tags: flåm norwegen
Map: N 60° 86.313 E 7° 113.819

To logbook | Author: Andi

Travel pictures tagged with flåm:

10_15_touris

Typische Touris

Es gab dort viele Chinesen und Japaner..

Tags: flåm norwegen touristen bahn railway tourism norway
Map: N 60° 86.313 E 7° 113.819

To picture | Photographer: Andi
10_13_schiff

Ein Schiff im Fjord

Das ist echt komisch wenn man zwischen den Berghängen ein riesen Schiff sieht...

Tags: flåm norwegen
Map: N 60° 86.313 E 7° 113.819

To picture | Photographer: Andi
To picture | Photographer: Andi
To picture | Photographer: Andi

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