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Schlagwörter von Einewelt-pamoja: Kenia
3 Logbücher | 67 Fotos | ReisepassReiseberichte markiert mit Kenia:
Ankunft Nairobi
04. August 2008 | de
In einer Stunde ist es endlich soweit, nach einer harten Nacht für die vier gehts weiter nach Nairobi. Der Flug wird wahrscheinlich mehr schlafend erlebt werden, denn an Schlaf auf dem Flughafen war nicht so wirklich zu denken! Ständig wurden wir von den Durchsagen in unserer Ruhe gestört. Um die Nacht zu überstehen, schlenderten wir auch gelegentlich durch den recht kleinen Flughafen. Die harte Nacht hat aber unserer Stimmung wirklich keinen Abbrauch getan, da die Vorfreude auf Kenia einfach zu groß war.
Die Nacht im Hotel dagegen war vom puren Luxus geprägt: Nachts um zwölf ein leckeres Buffet, Einzelzimmer, heiße Duschen…
Pünktlich in Nairobi angekommen, wurden wir von P. Ferrington empfangen. Mit dem Bus ging es dann durch Nairobi zu Don Bosco Youth Education Services, einer Art Bildungstätte der Salesianer in Nairobi. Nach dem ersten afrikanischen Mittagessen und einer kurzen Mittagspause, machten wir uns auf den Weg in den Resourection Garden. Leider durften man in dem Garten keine Bilder machen, was sehr schade war, da es sich um einen sehr beeindruckenden Gebetsgarten gehandelt hatte. Auf dem Spaziergang zurück konnten wir ein erstes feeling für das afrikanische Verkehrsverhalten bekommen. Hier fährt wirklich jeder wie er Lust und Laune hat.
Der Abend wurde dann mit einer Reflektion, einem anschließenden Gottesdienst sowie für manche noch mit Wizard spielen beendet.
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 04. August 2008
Zum Logbuch | Autor: Einewelt-pamojaNairobi 2. Tag
05. August 2008 | de
Von einem guten und reichhaltigem Frühstück gestärkt, starteten wir mit Patrick (war vor 3 Jahren bei uns beim Weltjugendtag) zu unserer Stadtbesichtigung nach Nairobi. Auf dem Weg dorthin stießen noch Esther (eine alte Bekannte von Ingrid und Thorstens Eltern) sowie Emma (sie war ebenfalls beim Weltjugendtag) zu uns. Diese drei sowie Pater Ferrington hatten die Funktion als Reiseleitung. In Nairobi angekommen besuchten wir erst die Upperhill Church. Eine sehr schöne Kirche, die Sonntags bei drei Gottesdiensten immer zum Brechen voll ist.
Anschließend gings dann in die Stadt, die wir zu Fuß erkundeten. Unter anderem liefen wir durch den Massai Markt. Das ist ein sehr großer Markt, bei dem ziemlich viele verschiedene Dinge angeboten wurden. Durch unsere helle Hautfarbe, wurden wir gleich als potenzielle Kunden angesehen und daher auch ständig belagert. Im Vergleich zu anderen Ländern, akzeptierten sie aber ein nein.
Unsere Mittagessen nahmen wir dann in einem Bürger- und Pizzarestaurant ein.
Nach einer längeren Pause von fast 3h, was aber nicht schlimm war, da wir einen tollen Blick auf das pulsierende Stadtleben von Nairobi hatten, gingen wir zu Fuß in einen Supermarkt. Dort wurden dann die verschiedensten Dinge gekauft.
Als wir anschließend wieder bei unserer Unterkunft ankamen, stand Freizeit auf dem Programm. Manche von uns nutzten die Zeit um mit den Brüdern die gerade auch bei uns untergebracht waren Basketball zuspielen. Manche sortierten unsere Trikotgeschenke, während Ingrid und Thorsten die Geschenke für Esther, Emma und Patrick herrichteten und verteilten.
Abends ging es dann zu den Bosco Boys, wo wir wieder sehr herzlich empfangen wurden. Da zur gleichen Zeit ein Chef von Don Bosco dort war, bekamen wir sehr tolle Darbietungen der Boys, wie z.B. Tänze, Musik, Akrobatik zu sehen. Sämtliche Vorführungen waren unbeschreiblich, weshalb wir sie auch gefilmt haben. Der Aufwand um das alles einzustudieren muss wirklich enorm gewesen sein!
Als sie mit den Aufführungen fertig waren, stürzten die Boys sich auf uns und fingen Gespräche an. Leider war die Zeit von uns zu knapp, da wir noch essen mussten. Das Essen nahmen wir zusammen mit der Leitung und den Betreuern ein. Nachdem Essen sangen wir noch gemeinsam mit den Kenianern verschiedene Lieder. Auch auf deutsche Lieder hatten sie Wert gelegt, weshalb wir 2 zum Besten gaben.
Am Schluß des Programms, verabschiedeten wir uns noch von den Jungs. Dadurch dass die uns nicht mehr gehen lassen wollten, verging dafür mehr als eine dreiviertel Stunde. Durch den großen Spass mit ihnen kam es uns aber nicht besonders lang vor.
Von einem emotionsgeladenem Tag kamen wir dann gegen 22.00Uhr wieder zu Hause an, um anschließend den Tag in einer Reflektionsrunde nochmals Revue passieren zu lassen. Einig einen sehr sehr tollen und erfahrungsreichen Tag erlebt zu haben, vielen wir Müde ins Bett.
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 06. August 2008
Zum Logbuch | Autor: Einewelt-pamojaNairobi 3. Tag
06. August 2008 | de
Einen sehr emotoionsgeladenen Tag erlebten wir heute in Nairobi.
Zuerst besuchten wir mit Patrick die Schule im Kariua-Slum. Das ist eine sehr einfache Schule mit einem offenen Klassenzimmer und einer kleinen Kochecke: ein Feuerofen, ein großer Topf, ein Sieb, ein großer Holzlöffel zum Umrühren und eine Schöpfkelle. Patrick möchte die Schule zusammen mit Esther weiter ausbauen, um den Kindern in dem Slum eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Da heute die Ferien begannen, waren nur noch sehr wenige Kinder anwesend. Unser Besuch mit unseren Geschenken (Fußballtrikots vom TV Darmsheim, einem Fußball und vielen Luftballons) sprach sich sehr schnell rum, worauf immer mehr Kinder erschienen. Die zunächst recht schüchternen Kindern tauten mehr und mehr auf und schon bald spielten wir mit Ihnen. Als wir gingen spielten sie überglücklich und fasziniert mit den Luftballons. Es war sehr schön zu sehen, mit welch geringem Aufwand, sowohl finanziell als auch materiell, man Kinderherzen höher schlagen lassen kann. Der Abschied von dort fiel uns deshalb auch besonders schwer, da wir sehr viel Spaß mit ihnen hatten.
Als nächstes ging es dann nach Kibera, dem größten Slum in Afrika mit 1,2 Mio Menschen. P. Ferringten arbeitete dort für einige Jahre in der Gemeinde Christ The King (Christkönig!). Schon am Rand ließ sich die Armut erahnen. Einfache Wellblechhütten zierten die Straße. Am Eingang angekommen, begegnete uns ein Babysarg, der von 2 Männern hinausgetragen wurde. Ein sehr trauriger und schockierender Anblick. Über übelste Steinstraßen sowie Straßen voller Müll (viele alte Schuhe), die zum Teil voll von Faekalien waren, gingen wir weiter Richtung Kirche. Auf dem Weg dorthin sah man immer ärmere Hütten, in denen man die verschiedensten Dinge kaufen konnte. Ein sehr erschreckendes Bild bot uns auch der Metzger, der das Fleisch im Freien hängen hatte, wo es von Fliegen in Beschlag genommen wurde. Was trotz der ganzen Armut positiv war, war die Tatsache dass die ganzen Kinder immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht trugen. Vor der Kirche spielten die Kinder auf einem großen freien aber sehr verschmutzten Platz Fußball und hatten ihren Spaß daran. Bei der Kirche selber, war dann noch ein Krankenhaus, das sich aber auch nicht jeder leisten kann, da die Behandlung für einen Erwachsenen ca. 1 Euro und fuer ein Kind 50 Cent beträgt, was für dortige Verhältnisse sehr viel Geld ist.
Ebenfalls an die Kirche angegliedert war eine Schule, in der wir ebenfalls Luftballons und einen Fußball verteilten. Auch diese Kinder waren durch die Geschenke und unserer Anwesenheit sehr sehr glücklich, was man in den Gesprächen merkte.
Von den Eindrücken erschlagen fuhren wir dann zum Mittagessen zurück in unsere Unterkunft.
Nach einer kurzen Mittagspause brachen wir auch schon wieder auf. Zu erst ging es in eine weitere Enrichtung der Salesianer: Boystown, um die dortigen Lehrwerkstätten zu besichtigen, in denen die Jungs und einige Mädels auf ein späteres Berufsleben vorbereitet werden. Von den Maschienen her, waren sie fast genau so gut ausgestattet wie wir in Deutschland.
Danach wurde uns emotional erneut viel abverlangt. Wir besuchten ein Waisenhaus für Aidswaisen. Auf dem Gelände leben ca. 150 Kinder die selber HIV positiv sind. Bei einem 13 jährigen Jungen ist Aids bereits ausgebrochen, weshalb er rund um die Uhr von einer Schwester betreut werden muss, da er nichts mehr schlucken, nicht mehr sprechen und sehen kann. Er wird in einigen Tage sterben.
Von den schrecklichen Erlebnissen des Tages geprägt, fand die abendliche Reflektion in einem sehr getrübten Rahmen statt. Die Erfahrungen und Erlebnisse des Tages waren so schockierend und ergreifend, dass einige ihre Tränen nicht mehr zurück halten konnten.
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 06. August 2008
Zum Logbuch | Autor: Einewelt-pamojaReisefotos markiert mit Kenia:
1 2 3 ... 7Gruppenbild Nairobi
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Nairobi Markt
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Don Bosco Boys
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Bosco Boys
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Slum/Schule
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Slum/Schule
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Slum/Schule
Schlagwörter:
Nairobi
Kenia
Karte:
S 1° 274.359
E 36° 81.310
Erstellt am: 08. August 2008
Zum Foto | Fotograf: Einewelt-pamoja
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