Tioman - Drei Farben: Blau
07. April 2007 | de
Es wird ein Dreiteiler, alles in einen Artikel zu packen schaff ich heute nicht und zwei sind doof, deßhalb gibt’s drei. Bitte keine Fragen, warum zwei doof sind…könnt ich eh nicht beantworten. Vorweg, ich war auf Pulau Tioman und bin auch heil zurückgekommen, der Ausflug war jeden Cent der 90 Euro Wert.
TEIL 1: DIE FARBE BLAU
Ja 90 Euro, geplant wurde jedoch mit 100. Die haben wir Freitag nach der Arbeit gewechselt. Im laufe der Nacht stand noch nichts fest, also hab ich mich schon seelisch auf meine Absage vorbereit, denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Grenze fahren, wär für mein zahrtes Gemüt zuviel gewesen. Um 6.04 Uhr kam die erlösende Mail von Claude “We r coming now by cab”, zack die letzte Banane verschluckt und da kamen sie auch schon um die Ecke. Kurz nochmal nachgedacht, was ich mir dabei denke mit zwei Franzosen, die Englisch in einer Tonlage sprechen als würden sie dich verarschen wollen, einfach auf einen Chaostrip nach Malaysia zu eiern und zack saß ich auch schon im Taxi.
Auf zum Woodlands Checkpoint, 6.30 Uhr, rein und sich erstmal klar machen was man alles braucht. Gut, Auswandern geht einfach mit dem Student Pass und dem Passport. Die Brücke wird mit dem Bus gemeistert, nach Malaysia checkt man dann mit nem Papierstreife ein, den es mittlerweile fast überall gibt. Bums, halbe Stunde später standen wir in Johor Bahru und schon Kreisen die Taxifahrer um uns, die haben nen sechsten Sinn, jeder wußte das wir nach Mersing wollen. 180 Ringgit (RM) war das Standardangebot, aber nen Arbeitskollege hat uns den Preis genannt, den er gezahlt hat, das waren dann nur noch 80 Ringgit. Kurzer Exkurs: 1 Euro sind 4,62 Ringgit, also macht man hier einfach die Rechnung 1 Euro = 2 Singapur Dollar = 4 Ringgit. So die fahrt soll also 45 Euro kosten, ne nicht mit uns, haben uns dann in die Verhandlungen gestürzt, bestest Angebot RM 11o, was demnach 27 Euro wären. Leichtsinnig wie wir sind, dachten dann noch einen besseren Platz für ein Taxi zu finden, als direkt hinter der Grenze, also für RM 10 zur Larkin Bus Station gekurvt.
Bus kostet RM 8.80 pro Person, was günstig ist, uns aber nicht schnell genug war, da wir früher da sein wollten als die andern, denn es fehlte noch immer eine Unterkunft und es waren Public Holiday, was uns als Völkerwanderung in Singapur beschrieben wurde. Nungut, ca eine Stunde rund um den Busstop alle Taxifahrer angehauen und immer wieder das berühmte “CAN NOT” gehört, auf das unser “CAN” folgte. Versteht ihr nicht, egal…”Can’t” ist halt zu undeutlich. Versteht ihr immer noch nicht, kommt vorbei…das ist wie “Asiaten quietschen”…erklärt man nicht, erlebt man einfach.
Als wir eigentlich an nem ungünstigen Punkt standen und uns gerade für den Bus entscheiden wollten, kam ein Taxifahrer das zweite mal vorbei und ist auf 110 eingestiegen. Wer klug ist hat gemerkt, wir haben somit am Ende 120 gezahlt, also 30 Euro für 120 Kilometer Taxi. Wenigstens war der Fahrer sehr relaxt, hat zwar immer etwas gezischelt, aber okay, bin trotzdem eingeschlafen. Wenigstens gab es nur wenig berrüchtigte Überholmanäver vor Bergkuppen und nur einmal der Ausbau von einer zweispurigen Straße zur Dreispurigen.
Wohlbehalten in Mersing angekommen, wüßte der gut Mann nichtmal wirklich wo die Fähren starten. Passant gefragt und die Sache war geritzt. Eins muß man lassen, die Leute sind hier freundlich. Ersten Fuß aus dem Taxi und schon die Frage wo es hingehen soll. In jedem anderen Land sind das die Leute die einen verarschen, hier wollen sie dir nur das offizielle verkaufen. Zack, mit dem Argument das die Fähre gleich startet hatte uns der Junge. Hin- und Zurückticket gekauft (RM 70), Marina Park Gebühr (RM 5), Stunde warten bis die Fähre geht, unbezahlbar…
Wie ein Schneekönig auf die Insel gefreut, aber keine Ahnung gehabt wie es wirklich aussehen wird. Dann gings auch los, nachdem wir die ersten kleinen Inseln passiert hatten, konnte man nur gutes Erwarten, klares blaues Wasser und ein Inselpanoram vom feinsten.
Auf der Fahrt ist mir aufgefallen, das man Deutsche doch sehr gut erkennt. Sehr stark an der Art wie sie Englischsprechen…das unsympathische Pärchen auf dem Boot glänzte aber mit andere Vorzügen. Er machte doch recht komische Dehnübungen und hangelte sich wie ein Affe übers Schiff und bei ihr wurd ich Seekrank nachdem ich, ihr von mangelndem Geschmack zeugendes, “Doogy style” Top entziffert hatte…aber dazu später mehr.
Damit lasse ich euch mit der Farbe blau und dem ersten Schritt auf der Insel alleine.
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Karte:
N 2° 792.168
E 104° 1.586