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1 2 3Kpalimé, die ersten eineinhalb Tage
01. September 2008 | de
Gestern ging es dann endlich auf nach Kpalimé, wir waren inzwischen zu dreizehnt und fuhren plus Fahrer in einem Neun-Mann-Bus und dem Gepâck für ein Jahr, Das alleine war schon ein Abenteuer hinzu kamen ein geplatzter Reifen und eine schleifende Stossstange die uns jeweils einmal anhalten liessen. Ausserdem machten wir Erfahrungen mit sehr bissigen Ameisen, die so stark zu beissen, dass man blutet!
Endlich in Kpalimé angekommen kam der nâchste Schock/ Wir schlafen hier fü die nächsten 5 Tage auf Bastmatten auf Betonboden. Immerhin gibt es noch Strom, dafür aber auch Kakalaken und Maden auf dem Plumsklo. Heute Nacht fror ich sehr auf dem Betonboden und habe jetzt ein bisschen halsweh, aber heute Nacht habe ich ein Platz in dem einzigen Bett versprochen bekommen.
Heute haben wir unsere ersten Wäschewascherfahrungen gemacht und ein bisscehn das Städtchen erkundet. Hier laufen ungewöhnlich viele Weisse rum, es scheint war zu sein, dass Kpalimé die Freiwilligenstadt in Togo ist.
Ausserdem sprachen wir beim Prefekt der hiesigen Region vor und meldeten uns beid er Polizei an.
Irgentwie hat mich, so glaube ich der Kulturschock heute schon erreicht und ich wünsche mir zu Hause in meinem Bett zu sein.
Bitte, bitte. Wenn ihr mir schreibt; schreibt mir hier Kommentare, die Internetverbindungen sind sehr schlecht und ich kann myspace nur selten öffnen.
Das Essen hier ist auch ein bisschen abenteuerlich/ Man isst fast alles mit den Hânden udn hauptsächlich nach nichts schmeckende Pampe mit Sosse, die häufig mit Fisch ist.
Heute gab es Bohnen mit Palmôlsosse was sehr gut schmeckte udn gestern gab es Reis.. Bei dem Essen, zu dem wir in Lomé eingeladen wurden, gb es eine Essensprämiere; es gab ganze Fischchen die man mit Stumpf udn Stiel isst..Es klingt komisch, aber an Essen kann man sich gewohnen, ob ich mich an Kakerlaken gewöhne weiss ich noch nicht ;)
Gestern wurden wir ûbrigens noch zu einem weiteren Fest eingeladen/ Ein Vodoofest mit Priesterin udn Tânzen, aber ganz im Gegensatz zu dem was wir usn vorgestellt hatten, war das Fest gar nicht düster sondern sehr fröhlich und schön.
Hier wohnen wir beid er Leiblichen Mutter von Perel, die eine echte Mama Benz ist/ Sie fart zwar keinen Benz, ist aber finanziell vollkommen unabhängig, hat ein eigenes Haus udn ist sehr majestâtisch.. Morgen beginnt dann endlich unser Vorbereitungsseminar und ich freue mich darauf in meine Gastfamilie ziehen zu kônnen..
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Kpalimé
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N 6° 899.160
E 0° 631.713
Created at: 01. September 2008
To logbook | Author: AnnaKpalimé
02. September 2008 | de
Heute ein bisschen ûber la vie quotidienne:
DieSonne geht hier so zwischen halb sechs udn sechs auf: allerdings ist es dann meist noch diesig und man sieht sie nicht wirklich.
Zum Frûhstûck gab es in Lomé immer Baguette mit Rûherei, hier in kpalimé essen wir warmen Brei, der so âhnlich wie Reisbrei ist und immer nach Vorratslage aus unterschiedlichen Grundnahrungsmitteln besteht (Mais,Reis…), der Brei ist sûss, hat aber immer auch eine leicht scharfe Note, die wir für Ingwer halten.
Die Menschen hier sind sehr, sehr reinlich, auch wenn die Hâuser fûr unseren Geschmack leicht schmuddelig aussehen. Hier wird jeden Tag der Hof gefegt und die Terasse aber man duscht auch 3 Mal am Tag!!!! Ausserdem wird alles Geschirr udn Besteck geschrubbt und auch die Klos werden einmal am Tag geputzt (auch wenn man das leider nicht riecht).
Mittags und abends gibt es warmes Essen und wenn es nicht gerade Yamspampe oder Maniokpampe gibt, isst man Nudeln oder Reis (welcer hier aber sehr teuer ist) oder aber gekochten oder fritierten Yams, welcher so ganz âhnlich wie Kartoffeln schmeckt.
Auffâllig ist, dass viel mehr Zet dafûr verbraucht wird zu kochen und zu Essen und dass Brot eigentlich nur als Sossenaufwischer oder Beilage dient, aber von den Togoern selten als vollwertige Mahlzeit gegessen wird.
Im Moment habe ich noch das Gefûhl, dass die Togoer sehr wenig schmlafen, da sie schon eine Stunde vor Sonnenaufgang aufstehen udn deutlich nach uns Freiwilligen ins Bett gehen, wobei wir aber auch noch extrem viel schlafen, weil uns all die neuen Eindrûcke vollkommen erschlagen.
Ich werde versuchen jetzt jede Woche inen Eintrag zu schreiben und bitte Mailt mi schôn weiter, es fûhlt sich sehr,sehr gut an, dass in Deutschland Leute sind, die an mich denken. Diese Gewissheit gibt mir gerade viel Kraft!
Gerade versuche ich einfach von einem Tag in den nâchsten zu leben, weil mich der Gedanke hier ein Jahr zu bleiben noch erdrûckt, diese Einstellung passt aber auhc ganz gut mit der Mentalität der Togoer zusammen, denn was heute gesagtwird muss morgen schon nicht mehr stimmen oder anders entschieden worden sein, es bleibt also nur sich ûberraschen zu lassen….
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To logbook | Author: AnnaEndlich in einer Familie angekommen...
13. September 2008 | de
Seit Montag bin ich jetzt endlich in meiner Gastfamilie, die sehr, sehr nett ist. Im Moment fuehle ich mich zwar noch wie ein Gast und darf nichts selber machen, sondern werde bedient, aber fuer den Moment ist das sogar ganz nett, obwohl ich schon gerne ein bisschen in die Arbeit integriert wuerde.
Trotzdem es ist sehr schoen und ich fuehle mich wohl. Das Kakerlakenproblem ist jetzt keins mehr, weil die Dusche oben offen ist und Kakerlaken keine frische Luft moegen. Auf dem Plumsklo wohnen nur Spinnen, die auch in meinem Zimmer wohnen, aber bisher verstehe ich mich recht gut mit ihnen ;)
Die Gastfamilie besteh aus Mutter, Vater und sechs Kindern im Alter von 7, 16,18, 18, 19 und 21 Jahren, die zwei 18. Jaehrigen sind Zwillinge.
Seit gestern weiss ich, dass der Vater noch eine zweite Frau hatte, die auch in dem Haus gewohnt hat, die aber vor einigen Monaten ausgezogen ist. Mit dieser Frau hat er noch eine weitere Tochter, die 9 ist. Und da kam dann auch das erste Mal das Gefuehl auf, dass ich mich an irgentetwas nicht anpassen und gewoehnen kann. Es ist mir einfach unvorstellbar, wie man mit einem Mann zusammen sein kann, der noch eine zweite Frau hat, die auch noch im selben Haus lebt… Ein weiteres Problem koennte noch werden, dass die Leute hier total auf Weisse abfahren und ich nirgentwo hingehen kann ohne begruesst, angequatscht oder angeglotzt zu werden.. Im Moment ist das noch ganz lustig, aber auf Dauer stelle ich mir das sehr anstrengend vor.
Zu dem Thema ist vielleicht auch noch zu sagen, dass ich bereits meinen ersten Heiratsantrag bekommen habe und mit meiner Ablehnung einen jungen Mann ins Unglueck gestuerzt habe… die weissen Frauen sind aber auch komisch, dass sie nach 5 Minuten Gespraech nicht schon heiraten wollen, oder? Und das, obwohl Gott doch gesagt hat, dass wir zusammen gehoeren.. :D
Mein Zimmer ist sehr cool, denn ich habe ein Bett und einen Schreibtisch, was mich unglaulich gluecklich gemacht hat! Man lernt hier auf jeden Fall sich ueber die kleinen Dinge des Lebens zu freuen..
Meine Gastgeschwister sind sehr, sehr offen und ich kann mit ihnen ueber alle Dinge, die mir so auffallen reden. Es hilft mir gerades ehr Leute in meinem Alter um mich zu haben, die auch ungefaehr im gleichen Lebensabschnitt sind.
Bisher habe ich auch jeden Tag irgentwen von den anderen Deutschen gesehen, um mich austauschen zu koennen.
Die Hierarchie in der Familie ist schon recht klar, der Vater hat das Sagen, aber darunter laeuft es nicht besonders hierarchisch ab. Trotzdem macht die Mutter auf mich im Moment noch einen seltsamen Eindruck, denn sie spricht nahezu nicht.. Trotzdem habe ich, glaube ich, eine recht offen Familie erwischt, denn laut den Kindern wird bei ihnen auch nicht geschlagen, was ansonsten noch sehr verbreitet ist.
Meine Arbeit hat noch nicht begonnen, es bleibt noch eine Woche bis die Ferien zu Ende sind. Bezueglich des Projekts veraendert sich aber hoffendlich noch etwas, ich moechte naemlich mit einem anderen der Deutschen tauschen und statt im Lycée in einer Schule fuer geistigbehinderte Kinder arbeiten. Das Einzige was dazu noch fehlt ist die Erlaubnis des ijgd.
Gestern waren wir in Lomé in der deutschen Botschaft um uns dort an zu melden und haben uns alle total wohl gefuehlt. deutsche Toiletten, deutsches Fernsehen im Warteraum und sogar das Putzmittel muss deutsch gewesens ein ;)
Heute habe ich mir die Haare flechten lassen, was hier immer mit einer Kunsthaarverlaengerung einhergeht und meine Haare sind jetzt knapp brustlang :D
Auch sonst habe ich schon ein bisschen eingekauft und will mir in den naechsten Tagen eine Hose naehen lassen. Wenn ich alleine einkaufen gehe bekomme ich IMMER den Yowopreis, also den Weissenpreis, wenn ich mit einem meiner Gastgeschwister gehe kostet alles nur ein Viertel.
So langsam bekomme ich aber ein Gefuehl fuer die Preise und habe auch nur noch wenig Scheu zu handeln.
Im Moment ist es sehr heiss, allerdings regent es normalerweise einmal am Tag, so dass sich die Luft wieder abkuehlt. Allerdings hat sich, seit ich ein Bett habe, das Problem, dass ich Nachts friere ins Gegenteil gewandelt: jetzt schwitze ich wie bloed..
An das Essen habe ich mich inzwischen gewoehnt, wobei ich immer eine extra Behandlung bekomme, was aber im Moment noch sehr angenehm ist, weil es gestern zum Beispiel Zikaden zu Essen gab, fuer mich aber etwas anderes und ich sehr froh war, weil ich mich geistig noch nicht reif fuehle Heuschrecken zu essen :D
Meine Familie hat mir auch “Butter” gekauft fuers Fruehstueck, weil sie wussten, dass man die in Europa isst, allerdings ist Butter hier Margarine aus Malaysia.. :D ich habe sie nicht darueber aufgeklaert, dass das nicht ganz unsere Buter entspricht. Ueberhaupt haben die Menschen hier ein sehr festes Bild von dem wie Europa ist, zum Beispiel denken manche, dass in Europa alle Kinder per Kaiserschnitt zur Welt kommen, weil die Frauen dort eine Geburts nicht durchstehen wuerden, auch die Meinung alle haetten Hausangestellte ist sehr verbreitet und mein Gastbruder war der Meinung jedes Haus in Deutschland hat einen persoenlichen Arzt…
Dunkel wird es hier uebrigens um halb sieben und zwei Stunden spaeter gehen alle ins Bett, allerdings steht man auch zwischen halb sechs und sechs wieder auf. Im Moment kommt mir das noch sehr zu gute, weil Franzoesischsprechen noch recht anstrengend fuer mich ist, auch wenn es mir schon 1000 mal leichter faellt als am Anfang. Naechste Woche beginnt fuer uns dann hoffendlich endlich die Einarbeitungszeit in unseren Projekten, darauf freue ich mich.
Toll ist auch, dass meine Gastfamilie elektrischen Strom hat so dass man nicht im Dunkeln sitzen muss und auch nach sieben Uhr noch lesen oder fernsehen oder sonst etwas machen kann.Das Fernsehen besteht hier zu geschaetzten 60 Prozent aus Werbung und der Rest sind schlecht synchronisierte Telenovelas aus Suedamerika. Der Vorteil aber ist: Man versteht alles, auch wenn mqn das Franzoesisch nicht versteht..
Soviel fuer heute, naechste Woche hoffendlich mehr ueber das Projekt…
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Kpalimé
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N 6° 899.160
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Created at: 15. September 2008
To logbook | Author: AnnaEin erkenntnisreiches Wochenende
15. September 2008 | de
Das Wochenende war wirklich sehr erkenntnisreich: die deutsche Freiwillige, die vor mir bei meiner Gastfamilie gewohnt hat war zu besuch und hat mir einiges ueber die Familie erzaehlt, was ich sonst wahrscheinlich erst mit der Zeit herrausgefunden habe: Mein Gastvater hatte nicht nur zwei Frauen, nein er hat oder hatte, das weiss ich nicht so genau, drei Frauen! Die Zwillinge sind naemlich auch keine Zwillinge sondern von verschiedenen Muetttern. Trotzdem hat er mir gestern erzaehlt, dass er sich noch nie fuer eine andere Frau alms seine eigene interessiert hat… Naja, scheinbar ist dasn dehnbar ;)
usserdem musste ich mich am Wochenende in Geduld ueben, weil ich zwei mal einen Eintrag geschrieben habe, fuer diesen Blog und zwei Mal entwederder Strom oder die Internetverbindung gekappt wurde, wenn ich gerade auf abschicken” druecken wollte…
Meine Familie ist nach wie vor sehr nett, allerdings habe ich gerade ein kleines Abgrenzungsproblem mit meiner Gastschwester: Sie begleitet mich fast immer wenn ich in die Stadt will, hat dann aber kein Geld dabei, so dass ich fuer sie das Mototaxi zahle und auch sonst so einiges. Heute habe ich ihr dann gesagt, dass das so nicht geht und sie meinte, dass sie es versteht. Ich glaube aber, dass der einzige Weg ist, zu vermeiden, dass wir zusammen weggehen, weil Kerstin, meine VOrgaengerin in DER Familie, die selben Probleme mit ihr hatte und sich auch nicht viel veraendert hat.. Naja, ansonsten fuehle ich mich immer noch sehr wohl, auch wenn ich gerade das Gefuehl habe hier nie Teil der Familie werden zu koennen, weil der Kulturunterschied schon krass ist.. Aber das macht ja nichts, ich habe ja bereits eine gaaaaaanz olle Familie zu Hause :)
Diese Woche ist noch haupsaechlich Urlaub angesagt, Laura und ich wollen mal in das Doerfchen Agome um Lisa und Nele zu besuchen und ausserdem will mein Gastvater mit uns in die Berge.. Ansonsten steht eine Vorbesprechung bei unserer rbeitsstelle auf dem Programm.
Eine seltsame Erkenntnis habe ich auch noch gewonnen diese Wiochenende, fast alle europaeischen Freiwilligen, auch die die nur fuer zwei Monata bleiben scheinen hier einen togolesischen Partner zu haben.. Dabei finde ich die Annaeherungsversuche der Togolesen bisher immer nur durchschaubar und ein bisschen plump. Naja, man wird sehen und, wie die Togolesen zu allen Gelegenheiten sagen ” du courage” :)
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To logbook | Author: AnnaAfrika ist eben doch ein bisschen anders...
19. September 2008 | de
Erst einmal moechte ich einen Samelgruss an euch Lieben in Deutschland senden, die ihr mir alle so fleissig schreibt!! Es ist total schoen ab und zu Nachrichten aus der Heimat zu bekommen…
Nun aber zu allem was seit meinem letzten Blog passiert ist: Am Mittwoch wurde in den Nachrichten verkuendet, dass die Schule (auf Grund einer Ueberschwemmung im Norden des Landes) nicht naechsten Montag sondern erst am 6. Oktober beginnt. Das bedeutet also fuer uns weitere zwei Wochen nichts tun. Wir alle sind im Moment ein bisschen genervt darueber, aber vermutlich werden wir einfach eine Art Workcamp machen zum Thema “Sensibilisierung der Bevoelkerung zum Thema Aids”. Mir ist es gerade fast egal was wir machen, hauptsache ich bekomme eine Aufgabe.
Ausserdem habe ich gestern 4vergeblich) versucht ein fahrrad zu kaufen udn hatte meinen ersten echten “genervt-sei-Tag”, weil ich zwei Stunden lang ueber den Markt gelaufen bin und die Haendler immer “super Fahhraeder” zu verkaufen hatten, was im Klartext bedeutete, dass die Bremsen, wenn denn ueberhaut vorhanden, nicht funktionierten, die Gangschaltung vermutlich kaputt war und die Lichter hoestens vorne ODER hintern funktionierten.. Auch Achilles, eine runsere Verantwortlichen bei ASTOVOT, de rmir helfen wollte einen guten Preis zu bekommen, war ziemlich genervt und wir haben die ganze Aktion auf morgen verschoben, weil heute noch einmal neue Fahhraeder aus Lomé kommen sollen.
Zum Trost habe ichmir dann zwei Stuecke Stoff gekauft, die sehr schoen sind, meine Gastfamilie aber fuer zu teuer hielt ( ich habe umgerechnet 3 Euro dafuer bezahlt und jedes der Stuecke reicht fuer eine Hose…). Ich habe gemerkt, dass ich vuielleicht einfach mit ihnen nicht ueber Preise reden sollte, denn hier geht es eigentlich staendig um Geld, was nicht nur meine ” Begleitung” angeht. Auch der Vater spricht taeglich darueber, vieviel das kostet oder wie arm er ist oder wie arm insgesammt die Menschen im Sueden sind, weil der Praesident aus dem Norden stammt ( unabhaengige Beobachter behaupten das Gegenteil, dass naemlich die Menschen im Sueden reicher udn auch besser gebildet sind, was Sinn macht, da der Norden Steppe und Wueste ist und der Sueden tropisch humid). Vielleiches aber auch normal, dass Geld eine grosse Rolle spielt, wenn doch insgesammt das Geld knapp ist.
Heute Abend gehe ich mit meiner Gastschwester in eine Bar, wo aber diesmal nicht ich bezahlen werde, da wir eingeladen worden sind. In Togo ist es naeùmlich so: Wenn man jemanden fragt ob er mitkommen moechte in eine Bar, dann bedeutet das auch, dass man fuer diesen Jemand die Getraenke bezahlt. Das hat allerdings zur Folge, dass man immer nur mit kleinen Gruppen weggeht, weil es sonst ja zu teuer wird.
Einmal war ich schon in eiener Bar, allerdings mit der ganzen Gruppe der Deutschen udn unseren Verantwortlichen von ASTOVOT, was zur Folge hatte, dass ich von der Bar selber nicht viel mitbekommen habe, weil wir uns ein bisschen isoliert haben..
Ich bin also sehr gespannt, was der Abend bringt.
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To logbook | Author: AnnaFragen, Fragen, Fragen
19. September 2008 | de
Also, mein Projekttausch ist jetzt offiziell, das ijgd hat uns die Genehmigung gegeben. Mit den Fotos ist es so eine Sache, die Computer hier sind sehr, sehr langsam und die Internetverbindung ist noch langsamer. Ausserdem faellt alle naselang der Strom aus oder die Internetverbindung wird gekappt. Vielleicht kann ich aber eine CD mit Fotos brennen und sie Ende Oktober einer Frau mitgeben, die fuer drie Wochen nach Togo kommt. Die koennte die CD dann von Berlin aus nach hause schicken.
Ansonsten kann ich versuchen Fotos mit ganz schlechtr Aufloesung zu schicken, aber ich weiss nicht ob es das ist, was du willst, Britta :)
Martha, ich habe deine Mail bekommen und dir einen Brief geschrieben.. Herr Soederbrink, ich bin tatsaechlich nur in Clenze udn wohne jetzt in dem gruenen Altglascontainber beid er Schule, ich lade sie hiermi auf eine Tasse Tee bei mir ein ;)
Noch sind keine Kraniche da und die Hochzeit konnte ich ja zum Glueck abwenden..
Soooo… ihr Lieben, ich denke offt an zu Hause. Ich druecke euch alle und freue mich schon auf die naechsten Fragen…
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To logbook | Author: AnnaAusgehen und andere Soaps
23. September 2008 | de
Der Freitagabend war einfach cool, wir haben getanzt und Cola getrunken (Ja, ich trinke immer nur Cola, weil das Bier hier nicht schmeckt!) und ich habe mich einfach gut gefuehlt. Allerdings geht auch das Weggehen nicht ohne mindestesn ein bis zwei mal seine NUmmer nicht an jemanden geben zu wollen udn dieses Erklaeren zu muessen. Der junge Mann, der es offenbar auf mich abgesehen hatte, gestand aber, nach dem ich nach Hause gegangen war, Anna-Lena, einer anderen Freiwilligen seine Liebe. Angeblich hatte er nur versucht mi naeher zu kommen, weil sein bester Freund auch auf Anna-Lena steht und dieser Freund Vorrang hat….! Da sieht man mal, wo es hinfuehrt, wenn das Staatsfernsehen lateinamerikanische Soaps als Hauptprogramm hat…
Am Samstag haben wir Deutscehn usn dann einen kleinen Luxus gegoennt und sind Crêpes essen gegenagen. Dabei fuehlten wir uns richtig wie zu Hause…Abends gingen wir dann nocheinmal in eine Bar, was aber nicht so lustig war, wie am Freitag.
Sonntag habe ich dann gammelnt im Bett verbracht und einfach nur genossen nicht reden zu muessen, weil meine Familie in der Kirche war.. Koennt ihr euch das vorstellen? Ich war freiwillig sechs Stunden lang alleine udn habe es einfach nur genossen…
Ich bin im Moment ganz gerne mal alleine,neige dann aber auch zum gruebeln. Ich weiss heute mal wieder nicht wie ich mich fuehle, alles scheint mir so fremd und ein jahr irrsinnig lang. Ausserdem finde ich meine gastfamilie zwar sehr bemueht und hoefflich, aber irgentwie nicht herzlich.
Entgegen meiner Erwartungen komme ich damit recht gut klar, nur komme ich nicht damit klar, dass zu jedem Anlass die Floskeln Du courage und ca va aller gesagt werde und zwar wenn man Hunger hat, wenn man Bauchweh hat oder wenn man einfach nur joggen gehen will. Die Togoer sagen zwar damit wolle man Anteil nehmen und Mitleid symbolisieren, aber ich finde es trotzdem anstrengend.
Ich kann noch nicht richtig einschaetzen ob mit diesen Worthuellsen, die die Togoer sowieso lieben, so “leidet mein Gastvater auch mit wenn seine Tochter, also ich, Bauchweh hat”, wirklich Mitleid ausdruecken wollen oder ob es eben nur eine Hoefflichkeit ist und eigentlich Desintresse ausdrueckt… Ihr seht, zu todebetruebt und himmelhochjauchzent, das liegt gerade sehr nah beieinander..
Allerdings wechselt das auch taeglich udn manchmal sogar stuendlich, also sind meine Blogeintraege immer nur eine Momentaufnahme udn sollte niemanden bedruecken.
Im Moment denke ich oft an zu Hause und daran, was da gerade alles passiert. Trotzdem, heute bin ich schob vier Wochen hier und ehrlich gesagt ein bisschen Stolz, weil das schon laenger ist als ich je vorher von Deutschland und zu Hause weg gewesen bin.
Ich freue mich bald wieder was von euch zu hoeren!
Britta, Ayeles wahrer Name ist noch in Recherche..
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Created at: 23. September 2008
To logbook | Author: Annaein Monat in Togo
26. September 2008 | de
Nun ist es also soweit, ich bin seit einem Monat hier in der Fremde.
Im Nachhinein ist dieser Monat recht schnell vergangen, aber die einzelnen Tage vergehen immer noch sehr langsam.
Gestern und heute hatten wir wieder einmal Vorbereitungstreffen, diesmal für unser Workcamp nächste Woche.
Seit gestern sind wir noch ein Europäer mehr, Ricardo aus Italien wird drei Monate hier bleiben.
Heute denke ich den ganzen Tag nur an meine kleine Marie, die Geburtstag hat. Ich bin auch sehr traurig, dass ich nicht da sein kann, Süße.
gestern war ich schon einmal im Internetcafé, in einem neuen, wo die Verbindungen besser sind, aber leider war mal wieder Stromausfall.
Wirklich viel lässt sich diese Woche nicht berichten, habe ja immer noch keine Arbeit ;)
Mit meiner Gastfamilie ist das so eine Sache:
Einerseits gibt es immer Momente in denen ich das Gefühl habe, dass die Kommunikation gut funktioniert, andererseits merke ich, dass ich mich häufig zurückziehe, wenn ich mich nicht so gut fühle und lieber etwas mit den anderen Deutschen unternehme… Ich kann noch nicht einschätzen, ob das meiner Integration förderlich oder hinderlich ist. Momentan ist es aber auch noch so, dass ich viele Verhaltensweisen, vor allem meines Gastvaters sehr schwer zu akzeptieren finde.
Ich merke mal wieder, das sich einfach nicht auf autoritäre Personen stehe! Außerdem habe ich oft das Gefühl, dass er ganz andere Ansichten vertritt, als er vorgibt zu vertreten. Zum Beispiel redet er davon wie glücklich es ihn macht Kinder zu haben und scheucht im nächsten Moment seine Kinder rum ihm etwas zu bringen. Oder aber er redet von Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, die er für unheimlich wichtig hält und praktiziert aber bezüglich seiner eigenen Frau eine ganz andere Politik. Schwierig, irgendwie.
Mit meiner Gastmutter ist das Problem, dass sie sehr schlecht Französisch spricht, aber wenn mein Gastvater nicht da ist, spricht sie viel Ewe und lacht und scherzt mit den Kindern.
Vorgestern habe ich den Cousin der einen Tochter kennen gelernt und mit ihm ein bisschen über die Familie gesprochen und er hat mir erzählt, dass mein Gastvater für seine Art mit den Kindern und Frauen umzugehen auch innerhalb der Familie kritisiert wird. Naja, immerhin bin ich nicht die Einzige, die Probleme mit seiner Art hat.
Zum Thema Polygamie hat mir der Cousin gesagt, dass mein Gastvater auch nicht findet dass Polygamie gut ist, sie aber trotzdem praktiziert, jedoch nie mit mir darüber reden wird. Das sei wie mit einem Dieb, der wüsste, dass stehlen nicht richtig ist, es aber trotzdem tut. Nun ja, Ansichtssache, würde ich sagen..
So waber ich also im Moment immer zwischen Anpassen wollen und anders bleiben wollen, guter und schlechter Laune. Ich hoffe nur, das ist auch wirklich Kulturschock bedingt und geht somit bald wieder vorbei ;)
Morgen koche ich mit Lisa mal bei mir zu Hause, wir wollen Nudeln und Ratatouille machen und ich bin sehr gespannt wie das ankommt… Auf bald, nächste Woche gibt es vermutlich erst Samstag oder in der Woche darauf Nachricht, weil wir ja in ein Dorf ziehen für das Workcamp. Wenn es Nachrichten gibt, dann aber auch mit Berichten über meine Arbeit in der Schule für geistigbehinderte Kinder…
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Created at: 26. September 2008
To logbook | Author: AnnaWorkcamp vorbei, Arbeit begonnen --> Kulturschock vorbei?
06. October 2008 | de
Oha, morgen bin ich schon seit sechs Wochen hier in Togo und so langsam fängt es an mir richtig Spaß zu machen!
Die letzte Woche war sehr schön, weil ich sie noch einmal mit allen deutschen Freiwilligen von ASTOVOT verbringen konnte und wir Riccardo, den italienischen Freiwilligen, besser kennen lernen konnten. Außerdem waren ja auch togolesische Freiwillige dabei, was auch seht nett war, weil wir dadurch auch die ein bisschen besser kennen lernen konnten.
Leider war die Sensibilisierung ein bisschen kompliziert, weil die meisten Menschen, die wir sensibilisiert haben Frauen und Kinder waren und die auf den Dörfern so gut wie kein Französisch sprechen. Also waren es häufig nur die Togolesen die gesprochen haben und wir haben ein bisschen dumm rumgesessen und uns Ewe angehört.
Trotzdem, die Arbeit hat echt Spaß gemacht und zumindest sind wir jetzt alle Profis im korrekten verwenden von Frauen- und Männerpräservativen ;)
Am Samstag nach der Wiederankunft hier in Kpalimé fiel mir dann auf, wie super ich gelaunt war und war ganz verwundert, weil ich das schon mindestens zwei Wochen nicht mehr für einen ganzen Tag war. Abends bin ich dann noch mit einigen deutschen und vielen togolesischen Freiwilligen weg gegangen und hatte einen sehr netten Abend, an dem ich die unbestrittene Dancingqueen und beliebteste Tanzpartnerin war. So langsam lerne ich auch damit umzugehen, dass weiße blonde Frauen hier sehr beliebt sind.
Den Sonntag habe ich dann schlafend und lesend verbracht. Außerdem habe ich endlich, endlich meine Kreditkarte bekommen, da die, die ich aus Deutschland mitgebracht habe, nicht funktioniert hat. Am Samstag ist eine neue deutsche Freiwillige gekommen und hat mir die Kreditkarte mitgebracht, die Mama und Papa von der Volksbank bekommen haben und ihr geschickt hatten. Mal sehen ob die jetzt funktioniert…
Heute war dann endlich, endlich mein erster Arbeitstag, auf den ich mich ja schon ewig gefreut hatte.
Der erste Schultag wird hier in Togo immer dazu genutzt, die Schule und den Schulhof zu säubern und so haben wir heute gemeinsam mit den Lehrern und einigen Schülern gefegt und gewischt. Außer Laura und mir sind noch vier andere Freiwillige bei Envol, alle deutsch. Bisher kann ich also noch nichts über die Arbeit sagen, außer dass ich die Lehrer sehr nett finde und die meisten Kinder, die ich bisher kennen gelernt habe, auch. Allerdings war ich heute etwas unpassend gekleidet, ich hatte eine knielange Hose und ein Top an. Ich hatte zwar gedacht, dass es nicht zu freizügig ist, aber spätestens als einer der älteren Jungs mit Trisomie 21, der mir genau bis zum Ausschnitt ging, darauf bestanden hat mich alle zwei Minuten zu umarmen und die kleineren Kinder begonnen haben mir immer die Hosenbeine hochzuziehen, habe ich beschlossen, dass meine Arbeitskleidung aus langen Hosen und T-Shirts bestehen muss… Der Direktor der Schule hat die ganze Situation so zusammen gefasst: Unsere Schüler sind zwar behindert, aber dass was immer bleibt ist Essen und Sexualität. Und darin sind sie perfekt. :D
Insgesamt fühle ich mich aber gerade super wohl und freue mich tierisch hier zu sein.
Nächstes Wochenende mache ich einen Ausflug nach Lomé, mein ältester Gastbruder fährt dorthin, weil die Uni wieder beginnt und ich begleite ihn am Samstag und komme Sonntag zurück. Auch darauf reue ich mich schon sehr, denn in Lomé gibt es Supermärkte, in denen man den Spiegel kaufen kann und so langsam komme ich hier vollkommen auf Medienentzug ;)
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Created at: 06. October 2008
To logbook | Author: AnnaEin geschenktes Baby und Alltag einer neun köpfigen Familie
06. October 2008 | de
Neben meinem Heiratsantrag habe ich jetzt noch ein anderes, aber sehr viel beunruhigenderes Angebot bekommen: in Lavie, dem Dorf, in dem das Workcamp stattgefunden hat, sind nachmittags immer einige Kinder zu uns gekommen um mit uns zu Trommeln und die Weißen anzugucken. Unter ihnen war auch eine junge Mutter, die ich für 15 hielt, die aber bereits 20 und offenbar wieder schwanger war. Ihre einjährige Tochter war sehr süß und nachdem ich eine halbe Stunde mit ihr gespielt hatte, wollte die Mutter mir ihr Kind schenken…
Ich habe dankend abgelehnt, aber ich hatte das Gefühl, dass sie das Angebot zumindest halb ernst meinte und das fand ich schon sehr schockierend. Insgesamt haben wir in Lavie überdurchschnittlich viele sehr junge Mütter getroffen, die meistens eben doch 15 oder höchstens 17 waren, leider waren sie auch die einzigen, die meistens nicht mit uns über Aids sprechen wollten, wohin gegen die älteren Frauen total offen dafür waren.
Was den Alltag in meiner Familie angeht sieht es so aus: der Vater verdient das Geld und ist viel unterwegs, kauft aber auch das meiste ein. Dafür tut er überhaupt gar nichts im Haushalt, nicht einmal den Tisch decken oder den Flurfegen fällt in sein Aufgabengebiet, er macht schlicht nichts. Die Mutter ist für kochen und putzen zuständig, wobei ihre Kinder ihr dabei auch helfen, Wäsche wird meistens von einem der älteren Kinder gewaschen. Besucht bekommt die Mutter nie und verlässt das Haus auch nur, wenn sie einen Krankenbesuch im Krankenhaus macht oder Samstags auf den Markt geht. Die Kinder bekommen auch nur sehr, sehr selten Besuch und verlassen das Haus nur um zur Schule, in die Kirche oder ins Internetcafé zu gehen. Einzige Ausnahme bildet die Arbeit bei Astovot, die zwei der drei Kinder machen, dafür verlassen sie auch ungefähr alle zwei Wochen einmal das Haus.
Ansonsten wird entweder im Haus oder auf dem Feld gearbeitet, geschlafen oder aber schlechte, sehr schlechte Filme angeschaut, wahlweise auch Soapoperas, von denen ich ja bereits berichtet habe.
Allerdings glaube ich nicht, dass die Kinder unzufrieden damit sind, offenbar macht es ihnen nicht so viel aus ihre ganze Zeit zu Hause zu verbringen. Allerdings komme ich mir immer ein bisschen komisch vor, wenn ich mich nachmittags mit Leuten treffe oder einfach nur in die Stadt gehe um eine Cola zu trinken. Naja, ich bin ja yovo und von daher eh ein Sonderfall… ;)
So ihr Lieben, keep reading! Und stellt weiter fleißig Fragen!
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Created at: 06. October 2008
To logbook | Author: Anna1 2 3


