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15 travel blogs written in Kpalimé
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24. December 2008 | de
Weihnachten steht vor der Tür und ich bin schon vier Monate hier ! Ganz schön lang !
In der letzten Woche habe ich soviel gearbeitet wie seit dem Abi nicht mehr, die Vorbereitungen für unser Theater waren echt super anstrengend und an manchen Tagen hätte ich am liebsten geheult, weil alles so anstrengend war. Aber am Freitag, dem Tag der Aufführung, lief alles total gut. Die Kinder waren alle schön angezogen, gewaschen und die jugendlichen Jungs rasiert, alle waren bester Laune und selbst Nazif, unser oft sehr aggresiver Downie, war voll auf Kuschelkurs und hat uns alle umarmt. Das Stück war dann auch total toll, weil alle Kinder mit gemacht haben und nicht wie vorher immer einer die Nullbock Phase genau zu seinem Auftritt bekam. Das Stück handelte von der der Andersartigkeit der Kinder und dass alle « Aussenseiter » sich in der Schule gefunden haben und zusammen stark sind. Dazu gab es verschiedene Szenen mit verschiedenen Tierherden, zu der immer eines der Kinder nicht dazu gehören konnte, weil es nicht so schnell laufen konnte, wie die Elefanten oder aber nicht auf Bäume klettern konnte, wie die Affen. Man konnte den Kindern richtig ansehen, dass sie Spass hatten und es waren auch viel mehr Zuschauer da, als wir gedacht hatten und so kamen nicht nur die Kinder zu ihrem Lob, sondern wir, die Freiwilligen auch. Das war echt schön… Freitag war ein « Zurück-bekomm-Tag » während die Woche vorher eine reine « Geben-Zeit » war.
Am Samstag war dann die Weihnachtsfeier von ASTOVOT, bei der ich in genau eines der Löcher gefallen bin, vor denen ich schon die ganze Zeit Angst habe… Jetzt habe ich also auch mal einen verstauchten Fuss in Afrika gehabt. Fühlt sich übrigens nicht anders an als in Deutschland oder Frankreich ;)
Ausserdem hatten am Sonntag vier Leute Bauchweh auf Grund d es Essens bei der Feier, darunter auch eine Togolesin… Sowas aber auch !
Am Montag war ich, nach dem weitere zwei monate um sind, mit Juliane in einem Hotel essen. Das Hotel wird von einer österreicherin und ihrem togolesischen Mann geführt, der aber Deutsch mit österreichischem Aktzent spricht, was ich mir total lustig vorstelle… leider war er nicht da, als wir kamen. Aber ich fühlte mich trotzdem wie im siebten Himmel als ich Salat essen konnte und Spaghetti Carbonara. Danach tranken wir noch Milchkaffe mit echter Milch, die heiss gemacht war und der Kaffee war auch kein Nestcafé.
Was Kaffe angeht habe ich jetzt also eine gute Adresse. Allerdings habe ich letzten Donnerstag auch rausgefunden, dass eine der Freiwilligen, die mit mir arbeitet Kaffee zu Hause hat und dann hat sie mich direkt für den Nachmittag eingeladen und wir assen Lebkuchen und tranken Kaffee, das Ganze bei 28 Grad, ziemlich unwirklich !
Am Wochenende kamen dann endlich mal Briefe und Päckchen für mich an und ich habe wieder Hoffnung, dass doch nicht alles was man der togolesischen Post anvertraut verloren geht. Am Wochenende hatte ich auch wieder einen kleinen Heimwehanfall, Weihnachten ganz ohne das übliche Drumherrum ist doch komischer, als ich gedacht habe.
Jetzt habe ich aber zumindest auch ein kleines Weihnachtspäckchen, dass ich heute Abend auspacken kann. Morgen bin ich mit meiner kleinen Gastschwester bei ihrer besten Freundin Marie eingeladen und am 26. beginnen dann die Reisevorbereitungen, weil wir ja am 27. los fahren.
Ich wünsche euch allen ganz frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr, ich schreibe bestimmt erst wieder nach unsere Reise !
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Created at: 24. December 2008
ohhhhh näääh, jetzt ist aber mal gut!
16. December 2008 | de
Und wieder ein Überfall… Eine weitere Freiwillige ist überfallen worden. Direkt vor ihrer Haustür… So ein Scheiss! Erstens tut mir das total Leid, dass sie überfallen worden ist, aber es macht mir auch ein bisschen mulmiges Gefühl… Naja, meine Vorsichtsmassnahmen werden jetzt noch konsequenter werden und ich lasse mich immer von Togolesen bis an die Haustür bringen. Angeblich ist die Vorweihnachtszeit auch die beliebteste Zeit um yovos zu überfallen. Allerdings beruhigt mich das nicht so wirklich..
Gerade diese Woche habe ich saumässig viel zu tun, wir arbeiten alle wie bekloppt, weil die Weihnachtsfeier vor der Tür steht. Die einzigen, die mal wieder chillen sind die Lehrer. Nagut, nach den Ferien wird das auch wieder anders.
Allerdings maht mir das Theaterproben mit den Kids echt Spass, auch wenn ich um drei immer vollkommen geplättet nach hause komme und zu nichts mehr in der Lage bin.. Ic mache mir langsam schon Sorgen, ob ich in einem Jahr überhaupt noch in der Lage bin an einer Uni zu überleben.. Immerhin bin ich ja im Paradis der Relaxer und Langsammacher.. ;)
Heute habe ich per Zufall von meinem Gastbruder erfahren, dass mein andere Gastbruder zu Weihnachten nicht nach hause kommen wird und auch sonst nicht mejhr vor hat seinen Vater zu besuchen. Ihr erinnert euch, das fehlende Geld fürs Studium. Mein Bruder ist fachiert und hat geschworen nicht mehr heim zu kommen.. Na das werden ja lustige Feiertage, denn mein Gastvater weiss noch nichts davon.. Zum 100tsetn mal: Familienkommunikation.. Eine Sache für sich.
Diese Woche schreiben meine Gastgeschwister im Lycée Devoirs, das heisst jeden Tag eine Arbeit. Auch wenn das offenbar an der Uni nicht anders ist: ich sehe bei meinen Gastgeschwistern auf jeden Fall reines Kurzzeitgedächtsnislernen.. überhaupt halte ich das schulsystem hier in Togo immer noch für niht das optimalste.. Diplomatisch ausgedrückt..
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Tabaski und eine wirre Woche
12. December 2008 | de
Am Montag war Tabaski, der höchste muslimische feiertag. Und weil ich seit einiger Zeit öffter in einer Kunsthandwerksboutique rumhänge, die Muslimen gehört, war ich eingeladen mit Ihnen zu feiern. Das Wichtigste bei diesem Feiertag ist das Schlachten eines Tieres ( Ochse oder Schaf) und das Teilen des Fleisches unter Familienmitgliedern, Freunden und Bedürftigen. So assen wir eigentlich den ganzen Tag, da wir in drei Familien eingeladen waren udn alle den frisch geschächteten Ochsen teilen wollten ;)
Ganz schön eindrucksvoll, so ein in gut erkennbare Teile zerlegter Ochse… Leider war ich bei der Schlachtung nicht dabei, aber die Fotos, die eine Freundin gemacht hat, waren auch schon ziemlich beeindruckend..
Ausserdem waren wir noch bei einem Tanz, der von heiratswilligen Männern aufgeführt wurde udn wenn ich alles richtig verstanden habe, dann wird dieser Tanz an jedem Feiertag aufgeführt. Die Frauen, die heiraten wollen kommen zu diesem tanz und können schonmal sondieren, welcher Mann ihnen gefallen würde. Ziemlich cool, finde ich :)
Auch sonst war ich total überrascht, wie die Frauen bei diesem Fest gekleidet waren udn sich verhalten haben. Keine einzige Burka, kein Schleier, kaum echte Kopftücher, einige durchsichtige Kopftücher uind erstaunlich viele Frauen ganz ohne. Ausserdem ziemlich figurbetonte Kleider und manchmal sogar Hosen.
Abends waren wir dann noch in einer Bar feiern und auch mit dem Alkoholverbot sieht es hier in Togo nicht so streng aus.
Insgesammt rast die Zeit gerade unglaublich udn ich fühle mich immer wohler. Meine anfänglichen Vorstellungen, dass ein halbes jahr vielleicht auch gereicht hätte, kann ich jetzt gar nicht mehr verstehen: Ein halbes Jahr wäre deshalb viel zu kurz gewesen, weil ich ja jetzt erst wirklich beginne hier zu leben und wirklich ich selber zu sein.
Am Dienstag war ich dann den ganzen Tag vollkommen neben der Spur, weil ich nur 2 Stunden geschlafen hatte udn das ja gar nicht mehr gewöhnt bin. Immerhin mutiere ich hier zum Siebenschläfer mit einem Schlafbedarf von 9 bis 10 Stunden.. Abends war eine kleine Geburtstagsfeier bei eienr anderen Freiwilligen zu Hause, da konnte ich aber nur bis um halb neun bleiben, weil ich dann einfach totmüde ins Bett gefallen bin.
Mittwoch war kein grosses Programm, dafür aber Donnerstag, da bin ich nämlich zur Schneiderin um mir ein Weihnachtsgewand nähen zu lassen. Ich bin mal sehr gespannt, wie das traditionelle Kleid an mir aussieht…
Nächste Woche findet kein Unterricht mehr statt, sondern wir üben mit den kindern nur das kleine Theaterstück, was wir usn für die Weihnachtsfeier ausgedacht haben.. Ich bin sehr gespannt, wie das läuft.
Ich finde im übrigen, dass ruhig ein bisschen mehr Kommentare geposted werden könnten. besonders von gewissen Damen in Göyttingen, Kassel, Hannover und Uelzen ;)
So, jetzt kommt noch eine kleine überraschung, die ich letzte Woche noch nicht verkünden wollte, weil sie da noch nicht feststand: Ich komme schon Anfang august wieder udn nicht wie geplant Ende. Das liegt daran, dass die komplette Gruppe von Freiwilligen verpennt hat den Flug rechtzeitig fest zu machen udn jetzt ist nur noch ein Flug am 1. August frei… Ich bin also am 2. August wieder in Hannover Langenhagen.
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Created at: 12. December 2008
AIDS Sensibilisierung
02. December 2008 | de
Gestern war Weltaidstag, wusstet ihr das? Wir haben zu diesem Anlass eine Aisdsensibilisierung in einigen Dörfern im Umkreis von Kpalimé gemacht. Das heissst, die Weissen ahben schön ausgesehen und die Togolesen haben auf Ewe geredet… Naja, was soll man machen, wenn die meisten Dorfbewohner kein Französisch sprechen. Richtig lustig wurde es aber hinterher, weil wir da einen Umzug durch Kpalimé gemacht haben: zwei kleine Busse, einer mit einer Blaskapelle und einer mit Freiwilligen, sowie der einzige Krankenwagen in Kplimé mit dem ich gefahren bin und dessen Seitentür die ganze Zeit offen war… Sehr cool!
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Ohhhh... Wo soll ich nur anfangen?
02. December 2008 | de
Also, als erstes einmal: mein Typhus ist durch das Nehmen meines isländischen Antibiotikums vollkommen geheilt und das erste Mal nach drei Monaten habe ich das Gefühl, dasss das Bauch-Wohl-Gefühl wieder da ist… Das dürfte dir doch gefallen Annette, oder?
Letze Woche Montag udn Dienstag waren wir in Lomé um unser Visum zu verlängern und mal wieder annähernd europäische Geschäfte zu sehen… Leider ist Lomé nach wie vor eine der dreckigsten Städte, die ich kenne. sowohl die Luft als auch die Strassen sind ne echte Katastrophe.. Trotzdem war es super in Lomé, weil wir Pizza essen waren, in einem echten Supermarkt mit 7 Sorten Käse und Lind Schocki… Das hat mich allerdings emotional absolut uberfordert udn ich watschelte eine Stunde lang wie auf Droge durch den Laden. Dann waren wir noch in einer Buchhandlung, wo wir uns mit französischsprachigen Büchern eindeckten.
Ausserdem waren wir ja noch im Immigrationsservice und entgegen meinen bisherigen Erfahrungen mit togolesischen Behörden ging dort alles wie geplant von Statten.
Am Abend waren wir in einer Bar und trafen usn mit anna udn Charlotte, den beiden weltwärts Mädels, die im Norden des Landes arbeiten. Es war total schön von ihnen zu hören, wie es ihnen ergeht und was sie so machen.
Am letzten Wochenende dann waren wir Freitags in unsere Stammbar, blieben aber das erste Mal seit ich hier bin, länger als bis um ein Uhr und hattn sehr viel Spass. Zwar war ich nicht so in Tanzstimmung, in Lomé hatten wir aber einen Deutschen kennen gelernt, der dort ein Praktikum macht und uns am Wochenende besuchte, mit dem ich mich sehr gut unterhielt.
Meine Pläne für Weihnachten sehen so aus, dass ich einfach schauen werde, was meine Gastfamilie macht. Es ist nicht so einfach raus zufinden, wie das Fest von Statten geht, denn die einzige Antwort, die ich bekomme ist: Da isst man und geht in die Kirche und dann trinkt man Togogin und geht in eine Bar um mit den Freunden zu feiern… Also lasse ich mich überraschen.
Geschmückt wird hier nicht so wie in Deutschland, aber im radio laufen fürchterliche Versionen aller möglichen Weihnachtslieder und in den Schulen singen die Kinder beim Morgenappel jetzt immer Weihnachtslieder statt der Nationalhymne.
Am 27. fahre ich dann mit vier anderen Deutschen in den Norden um erstmal Anne undCharlotte zu besuchen und dann mit den beiden weiter zu Reisen, nach Kara, die Prâsidentenstdt, ins Tamberma Valley, ein UNESCO-Weltkulturerbe und noch ein bisschen weiter.
Ich bin sehr gespannt wie die Reise wird, denn es ist ja das erste Mal, dass wir hier als ouristen auftreten udn nicht als Volontaires.
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2 Hochzeiten, von denen ICH nichts wusste...
23. November 2008 | de
Dieses Wochenende bin habe ich gleich zwei Mal erfahren, dass ich mit Mortimer bzw. Sven verheiratet bin… Die beiden sidn die einzigen Jungs die bei ASTOVOT ein weltwärts Jahr machen und mit Mortimer gehe ich jedes Wochenende Fussball gucken.. Gestern war ich vor ihm da udn wurde nach meinem Ehemann gefragt, was ich erstmal nicht checkte udn dann aber aufklären konnte..
Heute habe ichmich mit Mortimer udn Svan getroffen um ins Internetcafé zu gehen udn Sven erzählte mir, dass sein gastvater denkt, dass er immer zu mir fährt, wenn er nach Kpalimé kommt… Ausserdem gibt es offenbar hier in der Stadtdas gerücht, dass wir zusammen sind und ausserdem, dass mir Svens Gastvater nachstellt… AHA! Gut, dass ich dieses Gerücht hute um ersten mal höre. Andererseits ist Svans Gastvater der Kommissar, der mir ja wirklich schon einen Heiratsantrag gemacht hat, allerdings ist ja Nachstellen ein bisschen was anderes… Merke also: In Togo wird sehr viel getratscht, vor allem über die Yovos.. Ich halte euch auf demlaufenden, falls ich denn wirklich heiraten sollte… :D
Seit dieser Woche arbeite ich wieder in einer klasse udn nicht mehr im Garten. Das macht mirs ehr viel Spass, weil ich zusammen mit dem Direktor der Schule eine Klasse habe. Allerdings ist mir wieder verstärkt aufgefalle, wie sinnlos manche Unterrichtseinheiten sind. Also habe ich mir ein Herz gefast und mit dem Direktor darüber gesprochen. Und siehe da: er ist der selbven Meinung, aber er kann nichts ändern, weil das Schulprogramm von einem Menschen in Lomé vorgegeben wird, der keine Ahnung von Sonderpädagogik hat.. Er hat bereits versucht mit den Verantwortlichen zu sprechen, aber sie haben sich gweigert ihr Programm zu überdenken… ça c’est la dictatur… Ziemlich frsutrierend, nicht nur für uns Freiwilllige, aber ich will mirauch noch einmal gedanken darüber machen, ob man nicht doch etwas ändern kann…
Morgen fahren wir nch Lomé, weil unser Visum ausläuft und ausserdem wollen wir mal in einen Supermarkt gehen udn viellleicht Pizza essen… :) Ich freu mich!
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Created at: 23. November 2008
Oh Gott eine Ratte! Nein Anna, DAS ist eine Maus...
23. November 2008 | de
Diese Woche hatte ich nächtlichen Besuch von einer Ratte, zumindest dachte ich, dass es eine Ratte war. Naturgemäss bin ich panisch aus meinem Zimmer gerannt und habe um Beistand gebeten. Mein Gastbruder sit dann bewafnetmit eiener Schaufel in mein Zimmer und hat das Tier erschlagen um mich dann aus zu lachen, weil es eine Maus war. Hier sind die Biester aber einfach so gross wie Wanderratten bei uns in Kröte und zwar die Grossen, Fetten! Insgesammt sind die Tiere hier riesen gross. Esgibt zum Beispiel Raben, die eigentlich aussehen wie Elstern,; aber so gross sind wie Raben… Ich weiss also nicht so recht, was für Vögel sie sidn. Und die Fledermäuse sind hier wirklich vampierähnlich gross..
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Typhus, ist das nicht das wo man ne blaue Zunge bekommt?
23. November 2008 | de
Surprise, surprise, jetzt bin ich auch mal krank gewesen… ich habe Typhus udn nehme jetzt Antibiotika. Allerdings klingt das ganze dramatischer, als es ist. Ich hatte eine Nacht lang Bauchweh(Donnerstag auf Samstag) und bin dann ins Krankenhaus, weilich dachte ich hätte Amöben oder irgendwelche anderen netten Untermieter. nach einer Blut und einer Stuhlprobe wurde aber Typhus festgestellt.
Ich durfte aber wieder nach Hause und habe zware in ruhiges WE gemacht, fühle mich aber überhaupt nicht mehr krank. Allerdings war meine Gastfamilie in heller Aufruhe und hat sehr wilde Thesen zur Ursache meiner Krankheit aufgestellt.meine liebste ist die, dass ich zu viel Chilli esse udn deshgalb krank geworden bin.. Ausserdem wurde davon gesprochen, dass ich Parasiten ahbeund deshlab krank bin… Typhus, das ist eien bakterielle Infektion des Verdauungstrackts, oder nicht?
Bei dieser Gelegenheit ist mir aber,mal wieder klar geworden, dass die Leute hier sehr wenig Ahnung von ihrter Umwelt und ihrem Körper haben. Ich glaube, dass das eine Folge des Kolonialismus ist, denn eigentlich hat doch jede Kultur Hausmittel udn man weiss wie man was behandelt.. In Togo kauft man aber einfach bunte Pillen auf dem Markt, wenn man krank ist.
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Kommentare
12. November 2008 | de
Vielen, vielen Dank für die vielen Kommentare, ich war gerade richtig überwältigt.. Castor, da hab ich ja gar nicht mehr dran gedacht, dass der jetzt kommt… naja, heute ist er wahrscheinlich schon da… Und dass Marie gesietz wird find ich ja super, da bin ich ja noch nicht mal angekommen, dass man mich sietzt… Ich sehe schon, der Tag rückt näher, wo man Marie für die ältere Schwester hält.. ;)
Dass der Link bei manchen Leuten nicht funktioniert ist ja blöd… Bei mir funktioniert er. Schade!
Liebe Annette, ich bin auf härteren Methoden umgestiegen und habe mir eine Creme mit einem Antibiotikum gekauft. Allerdings erst nachdem ich fleissig zwei Wochen lang Jo geschmiert habe und das so gut wie nichts geholfen hat… Jetzt sind die Wunden fast verschwunden..
Trotzdem, das nächste Mal versuche ich einfach nicht mehr zu kratzen.. ;)
Es ist wirklich schön Nachrichten aus der Ferne zu bekommen, danke, danke!
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Beerdigung, Überfall und anderes Chaos
12. November 2008 | de
Schon wieder zwei Wochen vorbei und es ist ne Menge passiert. Die Beerdigung, auf die ich mit meinen Gasteltern gehen wollte, fand erst ein Wochenende später statt, weil die Polizei die Leiche vorher noch nicht frei gegeben hatte… Dieses Wochenende fand sie dann aber statt und ich bin immer noch völlig beeindruckt davon. Eine Beerdigung dauert hier in Togo immer mindestens zwei Tage, meistens Freitag und Samstag und optional auch noch Sonntag. Ich fuhr am Freitagabend in das Dorf, in dem die Beerdigung stattfinden sollte und war schon da vollkommen beeindruckt wie viele Menschen dort waren. Die Trauergesellschaft verteilte sich auf drei verschiedene Höfe und Häuser und insgesamt waren bestimmt 150 bis 200 Menschen da. Bis um neun Uhr abends passierte dann erstmal herzlich wenig außer dass alle Leute geschäftig rumwuselten. Dann gab es Abendessen und als ich mich gerade hingesetzt hatte um zu essen begannen alle Leute schlagartig an zu weinen. Im ersten Moment habe ich mich natürlich fürchterlich erschreckt und war vollkommen überfordert mit der Situation. Dann wurde mir aber klar, dass die Leiche nach Hause gebracht worden war, wo sie gewaschen und angekleidet werden sollte. Danach konnte jeder der wollte noch einmal die Leiche anschauen. Während der Waschung und der Vorbereitung wurde eine Messe gelesen und vor der Tür des Raumes, wo die Leiche aufgebahrt wurde, klagten und weinten die gleichzeitig mindestens 50 Leute. Weinen bedeutet hier auch nicht, dass man leise vor sich hin schluchzt, sondern, dass man laut schreit, klagt und im wahrsten Sinne des Wortes heult. Auffällig war außerdem, dass es nicht etwa die engsten Familienmitglieder des Toten waren, die so laut klagte sondern Frauen, die für mich keine erkennbare engere Verbindung mit dem Toten hatten. Ein paar Mal ist mir an diesem Abend durch den Kopf gegangen, dass vielleicht eine Beerdigung die Gelegenheit für die Frauen hier ist ihren Frust und ihre angestauten Emotionen heraus zu lassen, denn eigentlich ist es in Togo vollkommen unüblich als Frau seine Gefühle zu zeigen es sei denn man ist sauer, weil ein Verkäufer einen betrügen will. Aber zum Beispiel Wut über den Ehemann oder Trauer oder auch nur schlechte Laune werden für gewöhnlich nicht gezeigt. Um so beeindruckend war es dann aber für mich, dass das Klagen die ganze Nacht hindurch weiter ging. Nach dem Gottesdienst begannen dann einige Frauen zu tanzen und zu singen und alle Trauergäste tranken den hier vollkommen obligatorischen „Togo Gin“. Um Mitternacht war dann der Tote so präpariert, dass man in das Zimmer gehen durfte um sich zu verabschieden. Anfang gruselte ich mich ein bisschen davor auch in den Raum zu gehen, aber dann überwog doch meine Neugier. Ein bisschen unheimlich fand ich es dann aber doch, weil der Mann ja schon zwei Wochen tot war und trotzdem so aussah, als würde er nur schlafen. Eigentlich macht man bei einer Beerdigung die Nacht vor dem Begräbnis durch, aber ich konnte mich irgendwann einfach nicht mehr auf den Beinen halten und legte mich für einige Stunden hin. Am nächsten Morgen ging es erst gegen halb zehn weiter, bis dahin warenalle damit beschäftigt zu duschen und zu frühstücken. Dann wurde der Sarg abgeholt und in eine Art Kirche gebracht, die aus einem Dach aus Palmenblättern und Plastikstühlen bestand. Dort wurde dann noch einmal ein Gottesdienst gehalten und Blasmusik gespielt. Danach wurde der Sarg wieder ins Auto geladen und zum Friedhof gefahren. Die ganze Trauergemeinschaft lief hinterher und die Blaskapelle spielte wieder. Auf dem ganzen Weg zum Friedhof wurde wieder geklagt und geweint und am Friedhof versuchten die Brüder des Toten die Sargträger davon abzuhalten den Sarg ins Grab zu lassen, was zur Folge hatte, dass die Männermit dem Sarg ins Schwanken gerieten und alle Leute die um sie herum liefen umschmissen. GROSSE PANIK! Da hatte ich richtig Angst. Glückicherweise hatten sich aber einige Frauen, darunter auch meine Gastmutter, meiner, dem Yovo ohne Ahnung, angenommen und eine dieser Frauen rette mich dann auch und nahm mich einfach bei der Hand. Da brachen dann aber bei mir auch die Tränen aus, weil die Stimmung einfach so emotionsgeladen war und ich auch echt vollkommen geflashed war von der ganzen Feier. Nach dem Begräbnis begann dann der „lustige“ Teil der Veranstaltung, in Togo ist es nämlich üblich nach dem Begräbnis zu tanzen und zu singen um dem Toten eine gute Reise in den Himmel zu wünschen. So wurde also getrommelt und getanzt und noch einmal gemeinsam gegessen und Gin getrunken, aber ich war so erschöpft und erledigt, dass ich nicht mehr richtig partizipieren konnte. Also suchte ich mir gegen drei Uhr nachmittags ein Taxi nach Hause. Taxi fahren ist hier übrigens auch ein Erlebnis der ganz eigenen Art. Auf dem Hinweg saß ich mit acht Erwachsenen und einem Baby in einem Opel Kadett, auf dem Rückweg war es noch ein Baby mehr. Außerdem saß au der Hinfahrt ein Polizist neben mir auf dem Vordersitz, der seien Maschinenpistole in unseren Fußraum gelegt hatte, was ich auch ein super Gefühl fand… Naja, irgendwie schockt mich all das nicht mehr wirklich und auch die Verkehrssicherheit wird immer relativer, denn wenn man mit neun Menschen in einem Auto sitzt, ist ja klar, dass man sich nicht anschnallen kann, ganz davon abgesehen, dass die Autos hier gar keine Anschnallgurte haben. Außerdem muss ich immer wieder an Sophies Auto denken, dessen Tacho nicht ging, das ist in Togo serienmäßig! :D Auch das neu gekaufte Motorrad meiner Mitvolontäre Verena und Theresa hat keinen funktionierenden Tacho.
Am Donnerstag vor der Beerdigung war Kpalimés Jugend in heller Aufruhe, weil Blumentopf ein vom Goetheinstitut organisiertes Konzert gaben. Klar, dass alle Volontäre da hinwollten. Ich fand es auch ziemlich cool, vor allem, weil wir uns hinterher noch kurz mit den Leuten vom Goetheinstitut und den Rappern unterhalten konnten. Allerdings war nur einer der Hip Hoper von Blumentopf, den anderen kannte ich nicht. Trotzdem war es ein ziemlich cooler Abend, auch wenn das ganze ziemlich unwirklich war.. Deutscher Hip Hop in Togo!
Bei meiner Arbeit gibt es nicht so viel Neues, außer, das sich inzwischen ziemlich muskulös geworden bin von dem vielen Pflanzen gießen. Seit zwei Wochen proben wir Volontäre immer mittwochs mit den Kindern für das Weihnachtstheater, dass wir mit ihnen aufführen, allerdings bin ich mir noch nicht so sicher, dass wir bis dahin fertig werden. Trotzdem macht es großen Spaß, weil die Theaterproben die einzige Zeit sind, wo die Kinder einfach mitmachen ohne zu verweigern oder sich gegenseitig zu ärgern. Das ist zwar sehr schön zu sehen, beweist aber auch, dass die Pädagogik der Lehrer vielleicht nicht ganz so effektiv ist.
In meiner Gastfamilie geht alles den alltäglichen Gang, wobei meine Gastmutter nach dem Wochenende nicht mit nach Hause gekommen ist und als ich die Kinder gefragt habe, wann sie wiederkommen würde konnten sie mir keine Antwort geben. Mein Gastvater hat mir jetzt erzählt, dass sie in ihr Heimatdorf gefahren ist, weil dort die Reisernte ansteht und sie helfen muss und sie in vier bis acht Wochen wieder kommt… Also in Sachen Familienkommunikation besteht hier echt Nachholbedarf! Bis meine Gastmutter wieder da ist wohnt ein 15 jähriges Mädchen bei uns und macht den Haushalt, wobei ich mich frage warum sie nicht in der Schule ist. Eigentlich finde ich es auch ziemlich verwerflich, dass mein Gastvater so ein Mädchen aussucht um den Haushalt zu machen, auf der anderen Seite würde sie ja auch nicht in die Schule gehen, wenn sie nicht hier arbeiten würde, weil ihre Eltern vermutlich nicht genug Geld haben um das Schulgeld zu bezahlen.. Trotzdem, irgendwie n komisches Gefühl.
Am Freitagabend ist, leider muss man sagen, mal wieder, ein Überfall auf zwei Freiwillige einer anderen Organisation passiert. In den letzten zwei Monaten gab es drei Überfälle auf Gruppen von Freiwilligen, die ich, zumindest zum Teil, auch kenne. Die vorherigen Überfälle waren immer mit dem Abgeben der Tasche oder des Portemonnaies erledigt, diesmal wurde aber eine der beiden Mädchen mit einer Machete verletzt…. Von ASTOVOT ist noch überhaupt niemand überfallen worden, aber die beiden Mädchen arbeiten mit mir bei Envol und auch wenn allen klar ist, dass man nachts wirklich vorsichtig sein muss und sich am besten immer von einem Togolesen nach Hause bringen lässt – ein bisschen schockierend finde ich diese Geschichte trotzdem.
Diese Woche habe ich bis auf Donnerstag und Freitag frei. Die Lehrer von Envol sind alle in Lomé, warum auch immer, und so sind die Klassen geschlossen und nur im Garten muss gearbeitet werden. Da wir ja mehrere Volontäre sind teilen wir uns die Arbeit und so habe ich jetzt fast die ganze Woche frei. Nächstes Wochenende dann wollen wir mit einigen Togolesen in ein kleines Dorf hier in den Bergen an der Grenze zu Ghana fahren und in einem der Wasserfälle schwimmen gehen, ein bisschen Volleyball spielen und einfach ein schönes Wochenende verbringen. Da freu ich mich schon sehr drauf.
Inzwischen geht die Zeit sehr, sehr schnell vorbei und ich kann gar nicht richtig glauben, dass ich bald schon drei Monate hier bin. Gerade bin ich aber auch vollkommen mit mir und meinem Leben im Reinen und freu mich hier zu sein und soviele neue, beeindruckende Erfahrungen zu machen. Außerdem bin ich kein bisschen neidisch auf den Winter in Deutschland, denn hier beginnt jetzt die Trockenzeit, es hat schon über eine Woche nicht mehr geregnet, und die Hitze beginnt erst. ;)
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Fotos!
01. November 2008 | de
So, jetzt gibt es mal Fotos zu sehen. Nele, eine der anderen weltwärts-Freiwilligen, ha ca. 700 Fotos auf ne Internetseite gestellt, die man jetzt noch 16 tage anschauen kann. Da wir ganz viel zusammen gemacht haben, können die Fotos auch für euch interessant sein…
Der Link lautet:
http://www.gmx.de/mc/Mla7EaBpJUkGNgF9jJ8hLB2oNwDDJQ
Ich wünsch Euch viel Spass damit!
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E 0° 631.713
Created at: 01. November 2008
Wunden, Morde und mein Job als Schafehüterin
28. October 2008 | de
Und wieder ist eine Woche um! Die letzte Woche ging eher langsam um, aber das Wochenende und die ersten Tage dieser Woche wieder sehr schnell. Eine der Haupterkenntnisse dieser Woce ist, dass man in Togo stiche NIEMALS aufkratzen sollte… Die entzünden sich nämlich fett und man hat noch ne ganze Zeit seine Freude daran. Inzwischen haben sich meine drei wieder einigermassen zurückgebildet und ich schmiere einfach immer fleissig Jod drauf, aber unden heilen hier ienfach nicht halb so schnell wie in Deutschland… Eine weitere Erkenntnis: Togolesen finden Wunden viel schlimmer, als wenn man Bauchweh hat. Denn als ich zu Beginn einige Male starke Baucschmerzen hatte, war die Reaktion meiner Gastfamilie immer, ich solle mich nicht so anstellen “ça va aller”. Mit meinen drei aufgekratzten, entzündeten Mückenstichen wollte mein Gastvater mich allerdings schon jeden Tag drei mal ins Krankenhaus schicken, weil er die Stiche für eine Hautkrankheit hält und denkt mein Körper würde die Entzündungen selber produzieren… Naja! Allerdings geht es mir trotzdem ganz gut in der Familie. Ab und an denke ich zwar, dass ich im falschen Film bin, aber insgesammt ist die Familie sehr nett und bemüht, dass es mir gut geht.
Seit gestern habe ich auch eine neue Aufgabe in der Schule wo ich arbeite, ich bin jetzt Gärtnerin udn Schafehüterin! An die Schule ist ein garten angeschlossen, wo die Älteren lernen können, wie man einen Garten pflegt und wie man Tiere versorgt. Im Momebt sind zwar keine Schuler da, aber die Produkte des Gartens werdena uch verkauft um Geld für die Schule zu haben udn so miste ich jetzt jeden Morgen den Schafstall und den Hünerstall aus und giesse dann entweder eine Stunde lang die Gemüsebeete oder zupfe Unkrtaut. Nach de rPause werden dann die Schafe rausgetrieben udn wir setzten usn irgendwo auf eine Wiese udn passen auf, dass sie nicht welaufen. Die Arbeit ist super, ich arbeite jetzta uch mit eienr anderen Freiwilligen zusammen, die aus Freiburg kommt und acht Monate hier bleibt. So habe ich imlme rjemanden zum Quatschen und ausserdem macht es ir nach drei Wochen kaum Vorrankommen sehr viel Spass eine Arbeit zu haben, bei der man sieht was man schafft. Am Freitag findet die erste Familien- und Projektevaluation statt, das ist ein Teil des Freiwiligenprogramms be ASTOVOT, dass alle zwei Monate besprochen wird wie es läuft und was man ändern könnte/müsste. Danach fahre ich mit meinen Gasteltern in ein Dorf hier in der Nähe, weil der Neffe meines Gastvaters ermordet worden ist! Er war Taxifahrer in Lomé und ist erstochen worden, allerdings weiss ich nicht warum und unter welchen Umständen. Ich fahre aber mit zur Beerdigung, weil normalerweise Beerdigungen hier die grössten Parties sind und ich gerne sehen möchte, wiediese verlaufen. Eine Beerdigung geht auhc immer von Freitag bis Sonntag, diese auch, allerdings gleube ich, dass diese keine Party wird, weil der Mann ja noch sehr jung war (30 Jahre) und nicht natürlich zu tode gekommen ist. Trotzdem, mein gastvater hat sich sehr gefreud, das sich mitkommen möchte und so lerne ich wieder ein Stückchen Togo und togolesische Kultur kennen.
Das Wochenende war total super, weil ich Samstag udn Sonntag Besuch von Nele hatte, einer FReiwilligen die in einem winzigen Dorf in der Nähe arbeitet udn am Wochenende immer nach Kpalimé fährt. Wir waren am samstag im Centre Artisanal, einem Ausbildungszentrum für Kunsthandwerker, wo man aber auch die Arbeiten der Schüler kaufen kann. Die Stimmung dort ist sehr nett und es stehen überall Preise dran, was natürlich den Yovos sehr gefällt, weil sie so nicht immer handeln müssen ;)
Da man dort alles an Kunsthandwerk kaufen kann, was es hie rin Kpalimé so gibt, habe ich das Centre zu meinem persönlichen Mitbringsel-und-Geschenke-Kaufplatz ernannt und auch schon ein biscshen begonnen.. ;)
Am Sonntag dann haben Nele und ich zusammen mit Juliane unsere Reise im Winter geplant udn das Mprogramm für den Trip in den Norden steht jetzt. Am späten Nachmittag habe ich dann das erste Mal hie rin Togo in einer Bar ein fussballspiel angeschaut, was ein echtes Erlebnis war. Ausser Mortimer und mir waren nur Togolesen da, na klar, alle alkoholisiert und mit nacktem Oberkörper und die Stimmung war wie beim Public Viewing! Ausserdem roich es in der Bar nach der übertragung wie im Lascaux nach einem Doppeldecker, aber es war super. Das Spiel war übrigens ein Arsenal London-Spiel, weil dort der einzige togolesische Spieler in Europa spielt. Da der Gute dann auch noch ein Tor geschossen hat udn Arsenal gewonnen hat, waren die Leute natürlich nicht mehr zu halten.
Am Abend war ich auf einer Geburtstagsfeier eines anderen deutschen Volontärs eingeladen, was super toll war, weil ich ganz viele Leute der verschiedesnsten ntionalitäten kennen gelernt habe und einfach einen unbeschwerten Abend hatte.
Gestern dann haben Laura und ich mit unserem Ewe-Deutsch-Austauschkurs begonne, den wir mit dem Direktor von Envol geplant hatten. Jetzt machen wir also drei mal die Woche einen Sprachkurs, eine Woche zwei Mal Ewe und einmal Deutsch udn die nächste Woche dann zwei Mal Deutsch und einmal Ewe. So langsam füllen sich also auch die Nachmittage und ich freue mich darüber noch eine weitere kleine Aufgabe zu haben.
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Togo
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N 6° 899.160
E 0° 631.713
Created at: 28. October 2008
Dies und das
20. October 2008 | de
Das Wetter hier ist im Moment sehr komisch. Die Sonne knallt immer noch und auch der Regen wird nicht weniger, allerdings beginnen die Nächte ein bisschen kühler zu werden und meine Gastfamilie ist komplett verschnupft. Ich allerdings habe mir jetzt eine Decke gekauft und friere kein bisschen.
Als ich Samstag stolz vom Markt wiederkam mit meinen neu erstandenen Socken und der Decke saß mein ältester Gastbruder bedröppelt auf der Treppe und erzählte mir, dass sein Vater ihm nur 20 000 CFA gegeben hat, er aber 26 000 CFA braucht um das Studium für das nächste Jahr zu bezahlen.. Es fehlen ihm also umgerechnet 10 Euro. Allerdings war ich, auf Grund des Geldmopsens, nicht in der Laune ihm das Geld einfach zu geben, aber ich frage mich schon manchmal, wieso die Prioritäten hier so anders sind, als bei uns. Da kauft der Vater sich einen neuen Lattenrost für sein bett, obwohl er eh schon den besten im Haus hat, aber hat nicht genug Geld um seinem Sohn das Studium zu zahlen..
Mein Gastbruder ist jetzt trotzdem nach Lomé zum Studium gefahren und offenbar hat er das restliche Geld noch irgendwo aufgetrieben.
Letzte Woche habe ich hier, mal wieder, sehr große Greifvögel gesehen und konnte endlich rausfinden was es für welche sind: Geier und Sperber, wobei Sperber hier so groß sind wie Adler… Sehr beeindruckend! Mein nächstes größeres Projekt ist jetzt einen Ewe-Kurs zu machen, damit ich meine Kiddis in der Schule auch verstehen kann. Die sprechen ja, wenn überhaupt nur gebrochen Französisch und so ist es echt schwer mit ihnen zu kommunizieren..
So dümpelt die Zeit so vor sich hin und ich merke gar nicht, dass ich morgen schon 8 Wochen hier bin, irgendwie geht die Zeit wirklich schneller vorbei als ich gedacht hätte…
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Kpalimé
Togo
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Created at: 20. October 2008
am ende geht es doch immer um Geld....
20. October 2008 | de
Mal wieder eine Woche rum und außerdem einiges zu erzählen. Mit einigen der Kiddis geht es voran: Mein kleiner Aggro-Downie Nazif hat sich tatsächlich mal von mir in den Arm nehmen lassen und in guten Momenten legt er sogar so etwas wie ein Sozialverhalten an den Tag und bringt den anderen Kindern einen Stuhl oder tröstet sie sogar, wenn sie weinen.
Dafür hat mein Liebling Edem jetzt Nazifs schlechte Gewohnheiten angenommen und grunzt auch wie ein Schweinchen und tritt nach dem einzigen Madchen in der Klasse… Na super!
In meiner Familie lief alles recht gut und Donnerstag wagte ich es dann auch meinen Gastvater zu fragen ob Sven, ein andere deutscher Freiwilliger, von Samstag auf Sonntag bei mir übernachten dürfte, da Mortimer, bei dem er sonst immer übernachtet, wenn er mal nach Kpalimé kommt, nicht da war. Entgegen meiner Erwartung sagte mein Gastvater sofort ja… Ich hatte zumindest damit gerechnet, dass ich ihn überzeugen müsste, weil hier Jungs und Mädchen grundsätzlich auseinander gehalten werden und auch Beziehungen erst nach dem Studium erlaubt sind (zumindest in den meisten Familien und auch bei meiner ist das so).
Ich war superbeschwingt, weil ich so überrascht war von seiner Liberalität. Am nächsten Tag war ich gerade auf dem Weg zu unsere Schneiderin, wo ich zwei super schöne Hosen, ein Kleid und ein Hemd abholen wollte, als ich eine SMS von unserem Projektkoordinator bekam, dass ich dringend ins Büro kommen müsse. Also Mototaxi angehalten und los, allerdings war ich schon ein bisschen genervt, weil die SMS nämlich so lautete: „ Je veux que tu vien au siège, tout suit.“ Sehr freundlich, oder? Aber so ist die Art unseres Koordinators, er redet mit allen so.
Im Büro traf ich dann nicht nur den Koordinator sondern auch meinen Tutor und es folgte eine Standpauke über die Wichtigkeit der Akzeptanz einer fremden Kultur. Auf gut Deutsch: mein Gastvater hätte ihm Bescheid gesagt, dass irgendjemand bei mir übernachten wolle und dass er, mein Gastvater, es sich noch mal überlegt hätte und dass das nicht ginge, weil er nicht wisse, was wir dann machen und weil seine Kinder ja auch keine Freunde haben dürften..
Da war’s dann mit meiner guten Laune vorbei, weil ich mich tierisch darüber aufgeregt habe, dass diese ganze Sache über ASTOVOT lief und mein Gastvater nicht mit mir selber darüber gesprochen hat. Wieder zu Hause war mein Gastvater nicht da und am nächsten Morgen, bevor ich mit ihm darüber reden konnte, fuhr er bis heute morgen nach Lomé… Da bekam ich dann erst richtig schlechte Laune und beschloss die Nacht, genauso wie Sven, bei Laura zu verbringen. Gesagt getan, ich verbrachte einen super tollen Abend mit larissa, Sven und Laura u einen sehr gechillten Sonnndtag Vormittag und den Nachmittag und Abend dann wieder zu Hause im Bett. Heute Mittag konnte ich dann endlich mit meinem Gastvater darüber reden, was ich blöd fand und siehe da, das Problem war ein ganz anderes: Die Gastfamilien bekommen immer für zwei Wochen Geld für uns und da heute erst wieder Geld kommen sollte hat mein Gastvater bei ASTOVOT nachgefragt, ob er schon etwas früher Geld haben kann, da Sven am Wochenende kommen wolle. Unser Koordinator wollte ihm kein geld geben und versprach ihm mir zu sagen, wieso Sven nicht kommen könne… Tja, da hat sich der gute Koordinator dann mal ne Geschichte ausgedacht, damit er vor mir nicht zugeben muss, dass es am Geld liegt..
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Created at: 20. October 2008
oh nö, da hab ich ja gar keine Laust drauf; oder: mit dem Geld ist da hier so eine Sache
14. October 2008 | de
Die letzte Woche war, zumindest bis Mittwoch, ein voller Erfolg. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und dachte, ich bin endlich ein bisschen eingelebt. Tja, Mittwoch Nachmittag fehlten dann auf einmal 2000 CFA in meinem Portemonnaie, was ungefähr 3,50 Euro entspricht, für Togo aber eine Menge Geld ist. Da das Geld zu Hause verschwunden war, konnte ich sicher sein, dass es jemand aus meiner Gastfamilie genommen hat… Ich war ziemlich sauer und konnte mich gerade noch zusammenreißen nicht sofort eine riesige Szene zu starten.
Ich beriet mich mit Laura und informierte dann meinen Tutor von ASTOVOT, das ich mit ihm über ein Problem reden müsse. Donnerstag fuhr ich dann nach der Arbeit direkt nach Agou, ein Nachbardorf, in dem zwei von uns Weltwärtslern wohnen und arbeiten. Wir verbrachten einen schönen Tag zusammen und ich vergaß fast, dass ich sauer auf meine Gastfamilie war. Sven, einer der Agou-Leuten, wohnt bei dem Polizeichef von Agou, der im Besitz eines Autos ist und mich nach hause fuhr. Diese Gelegenheit nutzte er dann ausgiebig um mir den Hof zu machen.. Meine Taktik: „ das würde meinem Papa gar nicht gefallen, wenn ich einen Mann mit nach Deutschland brächte, immerhin soll ich ja noch studieren…. Nein, wir können auch nicht nach dem Studium heiraten und nach Togo ziehen, weil ich nicht vorhabe einen bereits verheirateten Mann zu heiraten ( der gute hat nämlich bereits 2 Frauen).“ Na ja, ich hoffe Papa du stimmst mir zu! ;) Als ich abends wieder heim kam war ich guter Dinge und unterhielt mich einige Zeit mit meinem Gastbruder, mit dem Ergebnis, dass hinterher wieder 5000 CFA fehlten… Da war es dann vorbei, ich bin echt richtig wütend geworden, hatte aber schon für den Freitag ein Treffen mit den ASTOVOT-Verantwortlichen.
Also habe ich mich noch einmal zusammengerissen und nichts gesagt um dann am nächsten Tag erst mit zu Laura zu gehen und dann zu ASTOVOT. Zum Glück waren auch bei ASTOVOIT alle der Meinung, dass das gar nicht geht und fragten mich was ich jetzt als Lösung vorschlüge. Ich wollte eigentlich keinen Tag länger in der Familie bleiben, lies mich dann aber darauf ein, dass erst mal ein Gespräch mit meinem Gastvater geführt würde um die Situation zu klären. Abends fand das Gespräch dann auch statt, allerdings ohne mich. Danach berief mein Gastvater die Familienkonferenz ein und redete sehr eindringlich mit seinen Kindern. Im Ergebnis entschuldigten sich drei meiner Gastgeschwister bei mir, beteuerten aber es nicht gewesen zu sein und mein Gastvater versprach mir, dass so etwas nie wieder vorkommt, falls aber doch würde er alle seine Kinder rausschmeißen…
Naja, ich weiß, dass ich auch hätte von Anfang an mein Zimmer immer abschließen hätte sollen, wenn ich den Raum verlasse (und nicht nur, wenn ich das Haus verlasse), aber es kam mir ein bisschen paranoid vor die Tür zu verrammeln um aufs Klo zu gehen… Aus Fehlern lernt man und jetzt schließe ich immer ab.
Eigentlich denke ich nicht, dass so etwas noch einmal vorkommt, aber trotzdem bin ich noch ein bisschen angefressen, weil ich ja nicht weiß, wird das Geld genommen hat. Mein Gastvater hat mir auch versprochen, das Geld zu besorgen und mir zurück zu geben, aber darum geht es mir ja nicht. Im Moment ist alles wieder ganz gut, ich bin auch nicht unglücklich darüber in der Familie bleiben zu müssen, immerhin sind sie ja trotzdem nett. Außerdem hilft es ja jetzt auch nichts sich abzukapseln, im Zweifelsfall bleibe ich ja noch weitere zehn Monate in diesem Haus. In einem Monat findet aber auch eine ASTOVOT-Evaluation über unsere Gastfamilien statt und da habe ich dann auch die Chance die Familie zu wechseln, wenn ich es für nötig halte.
Meine Arbeit macht mir sehr viel Spaß, die meisten Kinder sind super toll, allerdings beginne ich eine absolute Aversion gegen einen Jungen zu entwickeln, was natürlich absolut kontraproduktiv ist. Allerdings ist es verdammt schwer jemanden zu mögen, der konsequent den Unterricht boykotiert, die anderen Kinder triezt und schlägt und auch zu den Lehrern unfreundlich ist. Außerdem war mir nicht klar, wie langsam einige Kinder voran kommen. Nach dem Unterricht werden immer noch dreißig Minuten Lernspiele gemacht und eines der Mädchen macht seit eineinhalb Wochen immer das selbe Puzzle mit acht Teilen und hat noch immer nicht das Prinzip dahinter gecheckt. Ein andere Junge soll schon genauso lange ein Dreieck in ein Dreieck legen, ein Quadrat in ein Quadrat und einen Kreis in einen Kreis, also ein spiel für Kinder im Alter von eineinhalb: Auch ihm gelingt es nicht seine Aufgaben zu meistern. Laura und ich haben allerdings auch die Theorie, dass hier in Togo nur die Kinder in die Behindertenschule gehen, die ganz dolle und offensichtlich behindert sind, die anderen arbeiten wahrscheinlich auf dem Feld, statt zur Schule zu gehen.
Das ist ein bisschen frustrierend, aber so ist es nun mal und gerade bin ich noch nicht in der Position ein Urteil zu fällen, ob es nur an der Behinderung der Kinder liegt oder ob vielleicht auch die pädagogischen Mittel schuld an dem Nicht-Fortschritt sind.
Das Wochenende habe ich im übrigen nicht in Lomé verbracht, da mein Gastbruder erst nächstes WE fährt. Dafür war ich, mal wieder, in unsere Yovo-Stammkneipe und habe getanzt, aber diesmal gingen mir die ganzen Togolesen ein bisschen auf den Keks. Man kann hier einfach niemanden kennen lernen ohne dass er einen heiraten möchte oder zumindest mit nach hause genommen werden will. Mädels lernt man eh nicht kenne, weil die nur weg gehen, wenn sie einen Freund haben, mit dem sie dann den ganzen Abend verbringen…
So gehen wir also weiter fleißig mit den togolesischen Volontären von ASTOVOT weg, die wollen uns nicht heiraten ;) Was das Essen angeht bin ich gerade in einem Tief, ich träume nachts von dem Essen zu Hause. Es ist ja nicht so, dass hier nichts schmeckt, aber es gibt einfach sehr wenig Auswahl und noch weniger Gemüse und Fleisch: sprich, KOHLENHYDRATE in Massen. Das Brot ist sowieso der Hammer, denn gegen das togolesische Weißbrot ist das französische Baguette echtes Vollkornbrot! Da ist einfach nichts mehr drin außer Stärke. Ich schätze, es wird mal wieder Zeit in ein europäisches Restaurant zu gehen um meinen Hunger zu stillen… ;)
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Created at: 14. October 2008
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