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TAG 3: Hoch hinaus

12. August 2003 | de

Frisch auf in Å

Ein wunderschöner Tag begann auf den Lofoten. Wir sind relativ früh aufgestanden, um ein üppiges Frühstück an der frischen Luft mit wunderbarem Ausblick auf das spiegelglatte Meer zu genießen. Der Abwasch war schnell gemacht, jetzt nur noch Proviant einpacken und die Wanderschuhe schnüren, denn es stand wieder mal Kultur und Natur auf dem Programm. Gerds Füßen ging es nach der Odysee in Abisko schon wesentlich besser, und diesmal trat der die Wanderung mit Dirks Turnschuhen an.
Wir liefen eine kleine Runde in Å durchs Dörfle und haben uns die Häuser und die Stockfisch-Trockengestelle angeschaut. Leider hatte das Naturkunde- und Geschichtsmuseum an diesem Morgen geschlossen, so dass wir gleich zur Tour aufbrachen, entlang dem Å-See gen Nord-Westen in Richtung andere Seite des Lofotenausläufers.
Es gab zwei Wege zur Auswahl, einen für Spaziergänger und einen anstrengenderen. Wir sich dann herausstellte, haben wir den Dschungelkämpferweg genommen, der am Anfang sich entlang des Ufers schlängelte, jedoch sich nach einem Kilometer immer mehr an Höhe gewann. So kam es auch mal vor, dass wir Höhenunterschieden von zwei Metern hochklettern mußten. Die Sonne brannte nicht allzu dominant vom Himmel und mit einem lauen Lüftchen machte uns das Wandern sehr viel Spaß. So verging Stunde um Stunde, wir erkundeten immer weiter die Ostspitze der Lofoten, bekamen von diversen Höhen einen schönen Blick zurück auf das Dorf und vereinzelt standen hier und da Häuser im hinterland, die nur durch ein Boot oder per pedes zu erreichen waren.
Ein echter Tipp für Aussteiger!
Auf der anderen Seite angelangt haben wir den Fluß über eine provisorische Steinbrücke überquert, der den See speist, und mussten nun überlegen wie es weiter geht. Wieder auf der anderen Seite zurück nach Å, auf der gleichen Seite nur den anderen Weg zurück oder unserem Ziel treu bleiben: die Westseite der Lofoten. Das hieß aber mal Ruck-Ruck 600 Höhenmeter zu bewältigen. Nun ja, von da oben hat man bestimmt einen schönen Ausblick, also hoch hinaus. Anfangs gabe es noch einen Pfade, der beständig bergauf führte. An dem Wegesrand wuchsen wieder überall Blaubeeren. Und zum erstenmal haben wir auch Menschen entdeckt, die hier auch wanderten. Irgendwann verlor sich der Pfad und wir mussten uns den Weg selber suchen. Am schnellsten wars einfach grade aus. Was aber auch brutalst anstrengend war, da das Gefälle schon fast 100% erreichte.
Jeder von uns ist zum Schluß in seinem eigenen Rhythmus hochgestapft, so dass ich als letzter den Grat oben zwischen Zei Gipfeln erreichte. Total durchnäßt und regelrecht geschafft von dem Aufstieg, aber Glücklich endlich oben zu sein. Zu Belohnung gabs für jeden erst mal ein Stück Schokolade!
Die Aussicht von hier oben war phantastisch. Richtung Nord-West lag ein weiterer See im Talbett der sich am Ende in das Nordmeer ergoss. Der Blick zurück ergab ein wunderschönes Panorama von dem Dorf Å an seinem See.
Gerd und Dirk wollten auf jeden Fall noch ans Meer auf die andere Seite, nur für mich war hier oben Schluß. Die Kraft reichte grade noch aus für die Heimkehr, ich wollte nichts risikieren und so gab ich die Kamera an Dirk und Gerd weiter die sich an den Abstieg machten.

Ich bin mindestens noch eine halbe Stunde da oben gesessen, habe den beiden beim Runterklettern zugesehen, eine Runde gemalt und mich dann auch an den Abstieg gemacht in Richtung Campingplatz.
Ich habe mir viel Zeit füpr den Abstieg genommen, da ich alleine unterwegs war und die Weg wirklich sehr Steil abfiel. unterwegs habe ich noch ein Pärchen aus Reutlingen getroffen, die mich mit ihren von den Blaubeeren eingefärten Zähnen angrinsten, als ich erwähnte, dass ich auf Sindelfingen bei Stuttgart komme. Tja, Schwaben findet man halt überall auf der Welt.
Unten angekommen, warf ich nochmals einen Blick nach oben: Richtige Entscheidung! Das würde ich heute ganz bestimmt nicht nochmals hoch und runter laufen wollen. Unten hatten ein paar Teenager Zelte an einem kleinen Strand aufgestellt.
Ich beschloss den unteren nicht ganz so wilden Wanderweg zurück nach Å zu laufen. Unterwegs habe ich noch eine kleinere Wandergruppe überholt, ansonsten keine Vorkommnisse.
Auf dem Campingplatz zurück, gab es einen kleinen Smalltalk mit Priska und Salomo, die einen gemtülichen Tag ohne Anstrengungen geplant hatten und natülcih für mich eine erfrischende Dusche, die auch nötig war.
Dann haben ich mich ins Moos gesetzt, ein Buch zur Hand genommen und die Sonne genossen. Wirklich eine gute Entscheidung! ;)

Auf zu neuen Ufern

Da ich schwerlich berichten kann, was die beiden auf ihrer Wanderschaft erlebt haben, bitte ich diese einen kurzen Bericht vom Abstieg bis zur Rückkehr auf den Campingplatz zu schreiben. Sobald es was gibt könnt ihr es hier lesen.

Hai-Alarm auf dem Campingplatz

Ich lag mehr oder weniger im Moos, döste in der Sonne, also ich von weitem einen Aufschrei hörte, und danach eine aufgeregte Priska, die mich versuchte wach zu bekommen. “Äs isch en Hai im Wassr!”
Und tatsächlich schwamm ein Hai in unmittelbarer Nähe der Küste. Ein sehr eleganter Fisch. Mittlerweile waren mehr und mehr Leute auf unseren Besucher aufmerksam geworden und auch der Campingbesitzer kam hinzu. Es sei selten, dass sich hier ein Hai blicken lässt, die sind meistens weiter draußen. Außerdem sei es noch ein sehr junger Hai. Die großen Exemplare werden bis zu 3 Meter lang. Dieser war vielleicht einen, höchstens anderthalb. An der Finne und der Heckflosse war das deutlich zu sehen. Entweder hat es weiter draußen grad nicht so viele Fische oder der hat sich wirklich ein wenig verschwommen. Wir sahen dem treiben des Hais noch eine Weile zu.
Ich habe dann so langsam mal das Abendessen vorbereitet, damit die beiden Wandersleute was zwischen die Zähne bekommen.
Gegen später am Abend sind die beiden dann auch wohlbehalten wieder ins Camp gekommen, müde aber sehr zufrieden mit ihrer Exkursion und berichteten davon während ich das Abendessen machte.
Zusammen mit den Schweizern haben wir dann gegessen, geredet und Whiskey getrunken bis in die Nacht (das war an der Ihr abzulesen, dunkel wurde es nicht wirkich). Dirks Single Malt hat in dieser rauhen Umgebung besonders gut gemundet.

Tags:
Map: N 67° 88.950 E 12° 88.953

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Dirk is on the mission Euch, vor euch selbst zuschützen!!!! Oder, mich vor euch zu verstecken!!!

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Updated at: 14. March 2008


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