Tag 3: Die andere Seite
08. August 2003 | de
Aufbruch mit Begleitung
Am Vorabend am Feuer haben wir beschlossen, dass wir am nächsten Tag auf jeden Fall wieder eine Tour machen wollen und zwar auf der anderen Seite des Flusses und nicht ganz so lange, denn Gerds Füssen war es nicht ganz so wohl.
Nach einer angenehmen Nacht und wieder einem Frühstück mit Ausblick ging es los. Wir holten die Mädels ab und bogen auf der anderen Seite des Flusses in einen Pfad ein. Auf diese Streck sollte man größere Wasserfälle aus der Nähe betrachten können. Also dann mal los. Gerd verzichtete aus die seine Wandershcuhe und lief in Tevasandalen, war ja auch kein Problem auf den befestigten Wegen. Das Wetter spielte mit, es war wieder wechselhaft nur nich so kalt und windig wie gestern.
Die Wasserfälle und Gerds Cappy-End
Wir waren eine Stunde unterwegs als das Rasuchen immer lauter wurde. Die Wasserstürze kamen näher. Nun gut als wir dort ankamen habe ich mir ein wenig was anderes drunter vorgestellt, aber war trotzdem ganz nett. Eine kleine Brücke überspannte das Wasser, das darunter durch einen Engpass und einen Höhen unterscheid von ca. 2 Metern brauste. Wir haben uns dort ein wenig auf den Felsen im Strom niedergelassen haben gequatscht sofern der Lärm das zugelassen hat. Wir wollten dann auch noch Fotos machen. Alkso bin ich wieder ein Stück zurück über die Brücke um von der anderen Seite den Gerd zu fotografieren, als dem Gerd seine Allianz Basecap sich selbstständig machte und ins brodelnde Wasser flog. Er versuchte Sie irgendwie noch zu erreichen, ohne jedoch selber ins Wasser zu fallen war es schwierig, und dann erfasst die Strömung die Mütze. Wir sind am Ufer entlang noch eine Weile hinterhergerannt und haben versucht, sie mit einem Stock wieder rauszufischen, jedoch vergebens. Die Cappy war Geschichte. Nun ging es für den Gerd weiter: ohne Wanderstiefelö und ohne Mütze.
Die Mädels wollte heute noch abreisen und verabschiedeten sich. Sie liefen den gleichen Weg zurück zum Campingplatz. Wir waren voller Tatendrang, und so sind wir den Berg hinauf.
Das Teva-Desaster
Ja, ja die Wege unten waren befestigt. Der Weg berauf war das genaue Gegenteil. Wasser, Morast etc erschwerten den Aufstieg und umspülten Gerds nackte Füße in den Sandalen. Es war ein sehr unspecktakulärer Aufstieg. Dieser war markiert als Skidoostrecke. So hatten wir aber einen Blick auf die andere Seite des Tal und auf die Ausmaße unserer gestrigen Strecke. Das Panrama brachte auch das Wahrzeichen vo Absiko zum Vorschein: das große, fast halbkreisförmige Trogtal Lapporten zwischen den beiden Bergen Tjuonatjåkka (1554 m) und Nissuntjårron (1738 m).
Oben auf einer kleinen Ebene angekommen liefen wir in Richtung Norwegische Grenze um das Hinterland zu erkunden. Dabei fiel uns eine Planke auf die lieblos in der Tundra lag. Wir nahmen diese natürlich mit, um den Leuten beim Ausbau der Pfade zu helfen.
Naked in Norway
Das Hinterland war gegenüber dem nationalpark uninteressant. Hügelige, spälich bewachsene Landschaft. Wir haben uns auf einen Berg gestellt und den Blanken präsentiert, so wie es sein muss. Daher auch unser Motto des Urlaubs: Naked in Norway!
Über die Planken zurück ging es wieder in Richtung Campinplatz zurück, jedoch oben entlang. Den gleichen Weg zurück wäre zu langweilig. Wir sahen am Wegesrand immer diese brutal großen Pilze. Also die Wolken eine größere Auszeit nahmen und die Sonne richtig schön lachte, haben wir oben eine kleine Pause gemacht und nach dem Weg von gestern gesucht und hatten eine schöne Aussicht auf den Haussee.
Diese Wanderung war weit weniger Spektakulär als die gestrige jedoch genau so schön und interessant. Als wir von dem Hügel wieder runter kamen sind wir wieder auf den Weg getroffen, auf dem wir morgends losgestapft sind.
Tosende Fluten
Einen kleinen Abstecher an en inzwischen reisenden Fluß haben wir doch noch gemacht. Das Wasser hat hier ganze Arbeit geleistet. man sieht richtig wie das Gestein ausgespült wurde. dann verschwand das Wasser in einer Röhre, die angelegt wurde als die Trasse für Zug und Straßenverkehr gebaut wurde. Wir sind runter geklattert und haben Steine auf den schnellen Wassern ditschern lassen. Wären wir ins Wasser geflogen, wärs das gewesen. Natürlich wollte wir noch sehen, wie das Wasser aus der anderen Seite aus dem Berg schießt. Also über die Trasse auf die andere Seite. Von oben bot sich uns ein fantastisches Naturschauspiel. Der Fluss floss hatte sich ein Tal gegraben, die Steine schillerten in den unterschiedlichsten Nuancen von geld, braun und rot, der Bewuchs stellte einen satten farblichen Kontrast dazu in grün und das Wasser war tiefblau. Nach unten ans Wasser gelangten wir über einen kleinen Klettersteig. Das Wasser schoss hier aus dem Berg und hatte einen kleinen See gebildet von dem das Wasser dann gemächlich in Richtung großem See floss. Gerd hatte oben auf dem Felsen gewartet bis Dirk und ich unten angekommen sind.
Über die abenteuerliche Treppe ging es dann wieder hoch und nach Hause auf den Campingplatz. Auf uns wartete nochmals eine gemütliche, helle Nacht unter dem norwegischen Firmament.
Was noch zu erwähnen ist.
- Gerd hat trotz Blasen die Wanderung gut überstanden
- Eine britische Horde machte den Campingplatz unsicher, hatten sogar ein großes Küchenzelt aufgebaut
- Bei einem gemütlichen Abendessen auf unserer Terrasse haben wir den Tag ausklingen lassen.
Tags:
Abisko Nationalpark
Schweden
Map:
N 68° 35.793
E 18° 78.387